Coronavirus – Informationen für Schulen im Aargau

Grüner Virus

Das Schuljahr 2020/21 gilt als reguläres Schuljahr. Es wird grundsätzlich Präsenzunterricht erteilt. Die Hygiene- und Verhaltensregeln sind weiterhin strikte umzusetzen. Je nach Situation und Schulstufe gilt eine Maskenpflicht.

Die Schweiz befindet sich gemäss Epidemiengesetz in der besonderen Lage. Der Bundesrat hat aber aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Fallzahlen schweizweit einheitliche Regeln bei der Maskenpflicht und bezüglich Veranstaltungen beschlossen. Diese Verschärfungen sind nun in die aktualisierten Weisungen eingeflossen. Die Abstandregeln sowie die Hygieneregeln bleiben bestehen. Die Anweisungen und Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) sowie des Kantonsärztlichen Diensts ist weiterhin Folge zu leisten.

Überarbeitete Weisung Volksschule: Maskenpflicht an der Oberstufe

Die aktualisierte Weisung tritt am 30. Oktober 2020 in Kraft. Die wesentlichen Änderungen sind

  • An der Oberstufe (Sekundarstufe I) gilt für die Schülerinnen und Schüler sowie für die Lehrpersonen auf den Schularealen und in den Schulgebäuden (inklusive Unterrichtsräume) eine Maskentragpflicht.
  • Klassen- oder Schullager sind verboten.

Überarbeitete Weisung Volksschule: Unterricht nach Einführung Maskenpflicht Oberstufe (29.10.20) (PDF, 39 KB) (öffnet in einem neuen Fenster)

Grundannahmen Bundesamt für Gesundheit (BAG)

  • Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre erkranken viel weniger häufig an Covid-19 als Erwachsene. Von allen Erkrankungsfällen machen sie lediglich 1–2 % aus.
  • Kinder haben meist mildere Verläufe mit wenigen bis keinen Symptomen.
  • Kinder spielen aus physiologischen Gründen für die Übertragung des Virus keine wesentliche Rolle.
  • Gemäss den bisherigen Daten und Erfahrungen gibt es im Gegensatz zu den Erwachsenen keine besonders gefährdeten Personengruppen für Covid-19 bei Kindern, bei denen zusätzliche Schutzmassnahmen nötig sind.

Covid-19: Aktualisierte Grundprinzipien Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an obligatorischen Schulen (5 Seiten, 08.06.2020)

Schutzmassnahmen

Es gelten die Hygiene- und Verhaltensregeln des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Diese richten sich nach der entsprechenden Verordnung des Bundesrats. Die Schulen sind für die Umsetzung der Schutzmassnahmen verantwortlich. Sie bezeichnen hierfür eine Ansprechperson.

Kaskadenprinzip

Generell gilt für die Umsetzung der Schutzmassnahmen an den Schulen das Kaskadenprinzip:

  1. Einhalten der Hygienemassnahmen und Verhaltensregeln
  2. Einhalten der Abstandsregeln
  3. Einsatz von Barrieremassnahmen (Masken, Trennvorrichtungen)
  4. Sicherstellen der Nachverfolgbarkeit von Ansteckungsketten (Kontaktdaten)

Die Stufen 1-3 der Kaskade sind Massnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung. Die Stufe 4 dient der Verhinderung der Weiterverbreitung. Das Ziel der Schutzmassnahmen ist, Ansteckungen weitgehend zu verhindern. Im Falle einer Ansteckung ermöglicht die Nachverfolgbarkeit eine Eindämmung oder Unterbrechung der Ansteckungen.

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Gesichtsmasken

Erwachsene

Für alle erwachsenen Personen gilt auf dem Schulareal und in den Schulgebäuden (inklusive Unterrichtsräume) eine Maskentragpflicht. Auch mit dem Tragen einer Gesichtsmaske ist der erforderliche Mindestabstand von 1,5 Metern wann immer möglich einzuhalten.

Ausgenommen von der Maskenpflicht

Keine Maskenpflicht gilt:

  1. in den Unterrichtsräumen, wenn eine andere Schutzvorrichtung (zum Beispiel Schutzscheibe) vorhanden ist oder der Mindestabstand von 1,5 Metern gegenüber den Schülerinnen und Schülern oder anderen Erwachsenen jederzeit eingehalten werden kann.
  2. in den Aufenthalts- und Sitzungsräumen, sofern die Personen an Tischen sitzen und die Mindestabstände jederzeit eingehalten werden können.
  3. für Personen, die allein in einem geschlossenen Raum arbeiten.
  4. für Personen, die nachweisen können, dass sie aus besonderen Gründen, insbesondere medizinischen, keine Gesichtsmaske tragen können.

Schülerinnen und Schüler in Kindergarten und Primarschule

Die Schülerinnen und Schüler des Kindergartens und der Primarschule haben gegenüber erwachsenen Personen wann immer möglich den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Die Schülerinnen und Schüler können auf dem Schulareal und in den Innenräumen freiwillig eine Gesichtsmaske tragen.

Schülerinnen und Schüler an der Oberstufe

Für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe gilt auf dem Schulareal und in den Schulgebäuden (inklusive Unterrichtsräumen) eine Maskentragpflicht. Auch mit dem Tragen einer Gesichtsmaske ist – ausser in den Unterrichtsräumen – der Mindestabstand von 1,5 Metern wann immer möglich einzuhalten.

Ausgenommen von der Maskenpflicht

Keine Maskentragpflicht gilt:

  1. in den Unterrichtsräumen in Situationen, in denen das Tragen einer Maske den Unterricht wesentlich erschwert.
  2. für eine/n einzelne/n Schüler/in im Unterricht (bei Vorträgen, Referaten oder Präsentationen), wenn die übrigen Schülerinnen und Schüler eine Maske tragen.
  3. im Sportunterricht oder bei sportlichen Aktivitäten der Schule. Dabei ist Körperkontakt zu vermeiden und auf entsprechende Sportarten zu verzichten.
  4. für eine/n einzelne/n Schüler/in im Musik- und Instrumentalunterricht, wenn die übrigen Schülerinnen und Schüler eine Maske tragen. Zudem kann auf das Tragen von Masken verzichtet werden, wenn grosse Räumlichkeiten zusätzliche Abstandsvorgaben ermöglichen (mind. 15 m2 pro Person) oder wirksame Schutzvorrichtungen zwischen den Personen angebracht werden.
  5. in den Aufenthaltsräumen und auf dem Schulareal, sofern die Schülerinnen und Schüler Speisen oder Getränke konsumieren. Dabei sind die Mindestabstände wenn möglich einzuhalten.
  6. für Schülerinnen und Schüler, die nachweisen können, dass sie aus besonderen Gründen, insbesondere medizinischen, keine Gesichtsmaske tragen können.

Die Kosten für die Schutzmassnahmen und -vorrichtungen (Masken, Schutzscheibe oder anderes) sind von den Schulträgern (Gemeinden) zu tragen. Die Schulen haben genügend Masken zur Verfügung zu stellen. Zur Qualität und korrekten Handhabung der Gesichtsmasken sind die Informationen des BAG zu beachten.

Handhabung Maske

Weitere Massnahmen Bund

Die vom Bundesrat erlassenen Schutzmassnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie werden in Verordnungen erlassen. Diese werden regelmässig aktualisiert und sind deshalb direkt über die Webseite des BAG einzusehen.

Aktuelle Verordnungen BAG

Quarantäne nach Einreise aus Gebiet oder Staat mit erhöhtem Infektionsrisiko

Erwachsene Personen sowie Schülerinnen und Schüler, die aus einem Land mit erhöhtem Ansteckungsrisiko in die Schweiz einreisen, müssen sich direkt in eine zehntägige Quarantäne begeben und ihre Einreise innerhalb von zwei Tagen dem Kantonsärztlichen Dienst über folgende Webseite melden.

Meldepflicht für Einreisende aus Gebieten und Staaten mit erhöhtem Infektionsrisiko

Für die allfällige Information der Schulen an die Eltern steht folgender Musterbrief zur Verfügung:

Textbausteine Elterninformation Quarantänepflicht nach Rückreise (DOCX, 1 Seite, 17 KB)

Fällt die Quarantäne in die Unterrichtszeit nach den Schulferien, erhalten Lehrpersonen für diese Zeit keinen Lohn. Es muss unbezahlter Urlaub bezogen werden. Für die ausfallende Lehrperson kann eine Stellvertretung eingesetzt werden.

Die Liste der Länder oder Gebiete mit erhöhtem Infektionsrisiko wird vom Bund laufend aktualisiert:

Staaten und Gebiete mit erhöhtem Infektionsrisiko

Klassen- und Schulanlässe

Ausflüge und Exkursionen

Ausflüge und Exkursionen in die nähere Umgebung oder Besuche von Museen und kulturellen Veranstaltungen sind möglich.

Schulreisen und Lager

Klassen- und Schullager sind verboten. Auf Schulreisen soll verzichtet werden.

Öffentliche Schulanlässe mit Erwachsenen

Öffentliche Schulanlässe und -veranstaltungen mit bis zu 50 Personen sind möglich. Dabei haben erwachsene Personen sowie Kinder ab 12 Jahren auf dem Schulareal sowie in den Innenräumen eine Gesichtsmaske zu tragen. Ausgenommen davon sind auftretende Personen, wenn das Tragen einer Maske aufgrund der Art der Aktivität nicht möglich ist. Alle Personen haben zudem die geltenden Schutzmassnahmen des BAG beziehungsweise die Vorgaben für Veranstaltungen des Kantonsärztlichen Diensts einzuhalten.

Coronavirus-Tests

Bundesamt für Gesundheit

Plakat A3 Coronavirus-Tests und Contact-Tracing stoppen Infektionsketten

Coronavirus-Tests und Contact-Tracing stoppen Infektionsketten. Damit ein annähernd "normales" Leben stattfinden kann, sollen sich alle Personen mit Covid-19-kompatiblen Symptomen - auch wenn sie leicht sind - grundsätzlich testen lassen. Bei Kindern unter 12 Jahren richtet sich der Entscheid für einen Test nach der Symptomkonstellation sowie der Symptomdauer respektive der Anzahl weiterer symptomatischer Kinder in der Gruppe und ob ein enger Kontakt zu einer positiv getesteten Person bestand.

Vorgehen bei Symptomen und möglicher Ansteckung (BAG)

Definition "enger Kontakt" (BAG)

Krankheits- und Erkältungssymptome bei Schülerinnen und Schüler. Vorgehen für Eltern von Kindern der Volksschule. Stand: 9/2020 ("Schnupfenplan") (PDF, 1 Seite, 910 KB)

Online-Fragebogen vom Inselspital: www.coronabambini.ch

Meldung von positiv Getesteten

Erkrankt eine Person (Schulpersonal oder Schülerin/Schüler) an Covid-19 (positiv getestet), sind die Schulleitung sowie die Abteilung Volksschule, Sektion Schulaufsicht, telefonisch (062 835 21 00) oder am Wochenende per E-Mail an sa.volksschule@ag.ch umgehend zu informieren.

Klassen- oder Schulschliessungen

Klassen- oder Schulschliessungen sowie allfällige Quarantäne und Isolation im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie dürfen nur von den kantonalen Gesundheitsbehörden (DGS bzw. CONTI) angeordnet werden.

Das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) und das Departement BKS beobachten die aktuelle Situation sehr genau. Falls sich bezüglich der Coronavirus-Pandemie die Lage verändert oder sich neue Erkenntnisse ergeben, wird rasch gehandelt und informiert.

Häufige Fragen und Antworten

Schutzmassnahmen
Krankheitsfall / Verdacht auf Erkrankung
Quarantäne
Personaleinsatz
Lernorganisation
Beurteilung, Promotion und Übertritte
Lohnfortzahlung
Klassen- und Schulanlässe

Schutzmassnahmen

Benötigen Lehrpersonen mit Vorerkrankungen oder schwangere Lehrerinnen einen besonderen Schutz? (Stand: 19.10.2020)

Nein. Es gelten für alle Personen die gleichen Schutzmassnahmen (Hygiene- und Verhaltensregeln, das Tragen von Masken sowie der Einsatz von Schutzscheiben).

Was gilt für Schülerinnen und Schüler mit Vorerkrankungen? (Stand: 29.10.2020)

Schülerinnen und Schüler mit einer Vorerkrankung besuchen den Unterricht regulär an ihrer Schule. Sie halten sich dabei wie bisher an die für sie gewohnten krankheitsbezogenen Schutzmassnahmen. Krankheitsbezogene Schutzmassnahmen bedeuten beispielsweise, dass Schülerinnen und Schüler mit Asthma weiterhin Allergene vermeiden und mittels Medikamenten die Entzündung hemmen. Oder für Schülerinnen und Schüler mit Diabetes bedeuten krankheitsbezogene Schutzmassnahmen, dass sie Traubenzucker mit sich tragen und im Schulzimmer allenfalls eine kleine Flasche Süssgetränk deponiert ist.

Die Schülerinnen und Schüler der Primarstufe können auf dem Schulareal und in den Innenräumen freiwillig eine Gesichtsmaske tragen. Für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe gilt eine generelle Maskenpflicht.

Wer trägt die Kosten für die Schutzmassnahmen an der Schule? (Stand: 29.10.2020)

Schutzeinrichtungen zur Verhinderung einer Übertragung des Coronavirus sind durch die Gemeinde zu beschaffen (vgl. § 53 Abs. 2 des Schulgesetzes). Dazu gehören zum Beispiel Desinfektionsmittel, Schutzscheiben oder Schutzmasken.

Falls Schülerinnen und Schüler der Primarstufe freiwillig eine Gesichtsmaske tragen wollen, beschaffen sie diese selbst.

Was gibt es bei der Handhabung der Gesichtsmaske zu beachten? (Stand: 29.10.2020)

Zur Qualität und korrekten Handhabung der Gesichtsmaske sind die Informationen des BAG zu beachten.

Swiss.public.health-Kampagne auf Instagram

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Wann gilt für Lehrpersonen keine Maskentragpflicht? (Stand: 02.11.2020)

Für Lehrpersonen gilt keine Maskenpflicht

  1. in den Unterrichtsräumen, wenn eine andere Schutzvorrichtung (zum Beispiel Schutzscheibe) vorhanden ist oder der Mindestabstand von 1,5 Metern gegenüber den Schülerinnen und Schülern oder anderen Erwachsenen jederzeit eingehalten werden kann.
  2. in den Aufenthalts- und Sitzungsräumen, sofern die Personen an Tischen sitzen und die Mindestabstände jederzeit eingehalten werden können.
  3. wenn sie allein in einem geschlossenen Raum arbeiten.
  4. wenn sie nachweisen können, dass sie aus besonderen Gründen, insbesondere medizinischen, keine Gesichtsmaske tragen können.

Wann gilt für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe keine Maskentragpflicht? (Stand: 02.11.2020)

Keine Maskentragpflicht gilt:

  1. in den Unterrichtsräumen in Situationen, in denen das Tragen einer Maske den Unterricht wesentlich erschwert.
  2. für eine/n einzelne/n Schüler/in im Unterricht (bei Vorträgen, Referaten oder Präsentationen), wenn die übrigen Schülerinnen und Schüler eine Maske tragen.
  3. im Sportunterricht oder bei sportlichen Aktivitäten der Schule. Dabei ist Körperkontakt zu vermeiden und auf entsprechende Sportarten zu verzichten.
  4. für eine/n einzelne/n Schüler/in im Musik- und Instrumentalunterricht, wenn die übrigen Schülerinnen und Schüler eine Maske tragen. Zudem kann auf das Tragen von Masken verzichtet werden, wenn grosse Räumlichkeiten zusätzliche Abstandsvorgaben ermöglichen (mind. 15 m2 pro Person) oder wirksame Schutzvorrichtungen zwischen den Personen angebracht werden.
  5. in den Aufenthaltsräumen und auf dem Schulareal, sofern die Schülerinnen und Schüler Speisen oder Getränke konsumieren. Dabei sind die Mindestabstände wenn möglich einzuhalten.
  6. für Schülerinnen und Schüler, die nachweisen können, dass sie aus besonderen Gründen, insbesondere medizinischen, keine Gesichtsmaske tragen können.

Wie sollen die geltenden Hygieneregeln umgesetzt werden? (Stand: 19.10.2020)

Alle Personen, die in einem Schulareal verkehren, sollen die geltenden Hygieneregeln des BAG einhalten und in der korrekten Durchführung geschult werden (Hände-, Gegenstands- und Oberflächenhygiene, kein Händeschütteln). Dazu sollen an sensiblen Punkten (Schulhauseingang, Klassen- und Lehrerzimmer, Bibliothek oder ähnlichem) Möglichkeiten zur Handhygiene zur Verfügung stehen. Dabei ist vorwiegend auf die vorhandenen Waschbecken mit Flüssigseifespendern und Einmalhandtüchern abzustellen; wenn dies nicht möglich ist, auch auf Händedesinfektionsmittel. Schülerinnen und Schüler sollten nur in Ausnahmefällen Desinfektionsmittel benutzen.

Was ist hinsichtlich Reinigung und Lüftung zu beachten? (Stand: 16.11.2020)

Reinigung

Oberflächen, Schalter, Fenster- und Türfallen, Treppengeländer sowie WC-Infrastruktur und Waschbecken sollen in regelmässigen Abständen gereinigt werden. Die Häufigkeit der Reinigung hängt von der Nutzung der Infrastruktur (Schulgrösse, Anzahl Personen etc.) ab.

Lüften

In allen Räumlichkeiten ist regelmässig und ausgiebig zu lüften.

BAG - Frische Luft für wache Köpfe: www.schulen-lueften.ch

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Müssen die Kinder untereinander Abstand halten? (Stand: 29.10.2020)

Die Schülerinnen und Schüler der Primarstufe können sich weitgehend normal im Klassenverband, auf dem Schulareal und auf dem Schulweg verhalten und bewegen. Sie müssen jedoch die Hygieneregeln befolgen. Gegenüber erwachsenen Personen haben sie wann immer möglich den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe haben auch mit dem Tragen einer Gesichtsmaske – ausser in den Unterrichtsräumen – den Mindestabstand von 1,5 Metern wann immer möglich einzuhalten.

Müssen während den Pausen und auf dem Schulweg besondere Vorkehrungen getroffen werden? (Stand: 29.10.2020)

Auf dem Schulareal ist auf das Teilen von Essen und Trinken zu verzichten. Die Hygieneregeln sollen eingehalten werden. Wo es die Situation verlangt, können die grossen Pausen allenfalls gestaffelt abgehalten oder auch getrennte Aufenthaltsrayons geschaffen werden.

Welche Schutzmassnahmen gelten für die Schülerinnen und Schüler im öffentlichen Verkehr und wer ist dafür verantwortlich? (Stand: 08.07.2020)

Wenn Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg öffentliche Verkehrsmittel nutzen, gelten die diesbezüglichen Schutzbestimmungen der Betreiber des öffentlichen Verkehrs. Seit dem 6. Juli gilt eine durchgehende Maskenpflicht in allen öffentlichen Transportmitteln. Personen ab 12 Jahren müssen in Zügen, Trams und Bussen ebenso wie in Bergbahnen, Seilbahnen oder auf Schiffen eine Maske tragen.

Der Schulweg liegt in der Verantwortung der Eltern. Sollten in den öffentlichen Verkehrsmitteln besondere Schutzmassnahmen gelten, müssen die Eltern um deren Einhaltung besorgt sein (zum Beispiel Schutzmasken beschaffen).

Es gilt die Schulpflicht. Wenn Eltern die Kinder nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren lassen wollen, müssen sie selber um eine Alternative besorgt sein. Wenn aufgrund der Distanz zumutbar, sollen die Schülerinnen und Schüler von ihren Eltern dazu angehalten werden, zu Fuss oder mit dem Velo den Schulweg zu bewältigen.

Genügt das Sach- und Rechtsattest, das man im Internet findet, zur Befreiung von der Maskentragpflicht? (Stand: 05.11.2020)

Nein. Die darin enthaltenen juristischen Erwägungen halten einer vertieften rechtlichen Überprüfung nicht stand. Weder greift die vom Bund verordnete Maskentragpflicht in den Kernbereich unserer Grundrechte ein, noch verletzen die betreffenden Normen verfassungsrechtliche Regelungen. Vielmehr sieht die Bundesverfassung selber vor, dass unter bestimmten Voraussetzungen Einschränkungen der Grundrechte zulässig sind. Dies bestätigt auch ein aktuelles Gerichtsurteil des Zürcher Verwaltungsgerichts.

Ein solches "Sach- und Rechtsattest" legitimiert also nicht, sich von der Maskentragpflicht zu befreien. Demzufolge ist es weder zu akzeptieren, noch bei Vorlage gegenzuzeichnen.

Wie ist bei Widerstand gegen die Maskentragpflicht vorzugehen? (Stand: 05.11.2020)

Im Grundsatz gilt: Die Maskentragpflicht ist in den Schulen gemäss den geltenden bundesrechtlichen Regelungen und der kantonalen Weisung konsequent zu vollziehen. Dabei sind explizit die in den Weisungen definierten Ausnahmemöglichkeiten zu nutzen. In Grenzfällen ist das Gespräch zu suchen, um das Verständnis für die Maskentragpflicht zu fördern, die Gründe des Widerstands zu klären und gemeinsame Wege im Umgang mit der Maskentragpflicht zu finden.

Gegenüber Lehrpersonen, die aus Prinzip das Maskentragen verweigern, kann die Anstellungsbehörde über die bestehenden arbeitsrechtlichen Massnahmen Sanktionen ergreifen, die im Extremfall in einer Personaltrennung münden. Solche Sanktionsmassnahmen sind sorgfältig anzugehen (rechtliches Gehör, angemessene Bedenkzeit, begründeter Entscheid mit Rechtsmittelbelehrung). Nicht zulässig ist das Verhängen von Bussen oder anderen strafrechtlichen Sanktionen; entsprechend sollten Vorfälle im Zusammenhang mit Verstössen gegen die Maskentragpflicht weder bei der Polizei noch bei der Staatsanwaltschaft angezeigt werden.

Falls ein Schüler oder eine Schülerin das Maskentragen verweigert, sind gemeinsame Wege und Lösungen zu finden, in welchem Rahmen er oder sie unterrichtet werden kann, damit die Lehrpersonen und die Mitschülerinnen und Mitschüler vor einer Ansteckung geschützt bleiben. Dies kann zum Beispiel eine vermehrte Isolation im Schulhaus bedeuten, leicht versetzte Unterrichts- und Pausenzeiten oder vorübergehendes Lernen einzelner Schülerinnen oder Schüler aus der Distanz. Falls keine Einigung erreicht wird, sind Disziplinarmassnahmen zu ergreifen.

Welche Hygienemassnahmen gelten für schulergänzende Betreuungsangebote (Hort, Mittagstisch)? (Stand: 29.10.2020)

Es gelten die gleichen Schutzmassnahmen wie im Schulbetrieb.

Für die Mahlzeitenausgabe an Schülerinnen und Schüler sollten zusätzlich zu den Schutzmassnahmen in der Schule besondere Hygienemassnahmen eingehalten werden:

  • Keine Essensselbstbedienung, ebenfalls keine eigene Besteckbedienung
  • Möglichst zeitlich gestaffeltes Personenaufkommen
  • Schutzeinrichtungen für das auszugebende Essen (zum Beispiel Plexiglasscheiben).
  • Das bedienende Personal trägt eine Gesichtsmaske.
  • Erwachsene sowie Schülerinnen und Schüler der Oberstufe tragen Gesichtsmasken, sobald sie sich nicht sitzend an einem Tisch befinden.

Falls diese Massnahmen nicht umsetzbar sind, sollte in Erwägung gezogen werden, dass die Kinder für einen gewissen Zeitraum Selbstverpflegung von zu Hause mitbringen.

Krankheitsfall / Verdacht auf Erkrankung

Eine Schülerin, ein Schüler zeigt Erkältungs- oder Krankheitssymptome. Was ist zu tun? (Stand: 23.09.2020)

Im Herbst/Winter sind vor allem Kinder vermehrt erkältet. Das folgende Ablaufschema zeigt Eltern, bei welchen Symptomen ein Unterrichtsbesuch weiterhin möglich ist und was bei Symptomen, die auf Covid-19 hinweisen, zu tun ist.

Krankheits- und Erkältungssymptome bei Schülerinnen und Schüler. Vorgehen für Eltern von Kindern der Volksschule. Stand: 9/2020 ("Schnupfenplan") (PDF, 1 Seite, 910 KB)

Online-Fragebogen vom Inselspital: www.coronabambini.ch

Neue Empfehlungen, wenn unter 12-jährige Kinder Krankheitssymptome haben (Bundesamt für Gesundheit, BAG)

Eine Lehrperson / schulisches Personal zeigt typische Krankheitssymptome, die auf Covid-19 hinweisen. Was ist zu tun? (Stand: 23.09.2020)

Grundsätzlich gilt:

  • Symptome wie Fieber, Gliederschmerzen, trockener Husten, Halsschmerzen (wenn nicht durch chronische Krankheit verursacht, z. B. Asthma), Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns (nicht als Begleitsymptom eines Schnupfens) weisen auf Covid-19 hin.
  • Die Person meldet sich bei der Schule krank (Information an die Schulleitung), bleibt zu Hause und vermeidet möglichst den Kontakt zu andern Personen.
  • Sie nimmt Kontakt mit ihrer Hausärztin / ihrem Hausarzt auf und befolgt deren/dessen Anweisungen. Diese/Dieser entscheidet, ob und wo ein Test auf das Coronavirus gemacht werden soll. Das BAG empfiehlt sofortiges Testen bei Krankheitssymptomen, die auf Covid-19 hinweisen.

BAG-Anweisungen zum Vorgehen bei möglicher Ansteckung

Was ist zu tun, wenn eine Person (Schüler, Schülerin, Schulpersonal) an Covid-19 erkrankt? (29.10.2020)

Die erkrankte Person begibt sich in Isolation und wird durch das Contact Tracing Center kontaktiert. Es werden die weiteren Kontaktpersonen bestimmt und wenn angezeigt eine Quarantäne angeordnet.

www.ag.ch/conti

Meldepflicht Regelschule

Erkrankt jemand vom Schulpersonal oder eine Schülerin oder ein Schüler an Covid-19, sind die Schulleitung sowie die Abteilung Volksschule, Sektion Schulaufsicht, telefonisch oder am Wochenende per E-Mail an sa.volksschule@ag.ch umgehend zu informieren mit Angaben zu den Kontaktdaten der positiv getesteten Person sowie der Schulleitung (Name, Vorname, Wohnadresse, Telefonnummer).

Textbausteine Elterninformation Covid-19 positiv getestet Lehrperson (DOCX, 1 Seite, 15 KB)

Textbausteine Elterninformation Covid-19 positiv getestet Schüler/-in (DOCX, 1 Seite, 15 KB)

Meldepflicht Sonderschule

Erkrankt eine Person (Personal oder Klienten) an Covid-19 (positiv getestet) ist die Abteilung SHW umgehend per E-Mail (corona.shw@ag.ch) zu informieren (auch an den Wochenenden).

Wann ist ein Test bei Kindern unter 12 Jahren angebracht? (Stand: 29.09.2020)

Alle Personen mit Covid-19-kompatiblen Symptomen sollten grundsätzlich getestet werden. Abweichungen bei Kindern unter 12 Jahren mit leichten Symptomen sind aber möglich: sie müssen nicht in jedem Fall getestet werden.

Neue Empfehlungen, wenn unter 12-jährige Kinder Krankheitssymptome haben (Bundesamt für Gesundheit, BAG)

Krankheits- und Erkältungssymptome bei Schülerinnen und Schüler. Vorgehen für Eltern von Kindern der Volksschule. Stand: 9/2020 ("Schnupfenplan") (PDF, 1 Seite, 910 KB)

Online-Fragebogen vom Inselspital: www.coronabambini.ch

Ab dem Alter von 12 Jahren gelten für Kinder und Jugendliche die allgemeinen Testkriterien und Vorgehen.

Quarantäne

Wann wird Quarantäne für ganze Schulklasse angeordnet? (Stand: 02.09.2020)

Werden zwei und mehr Kinder in einem Abstand von weniger als 10 Tagen in derselben Klasse positiv getestet, oder wird eine Lehrperson positiv getestet, kann im Einzelfall die Quarantäne einer Klasse notwendig sein. Infektionsausbrüche mit zwei und mehr infizierten Personen werden situativ beurteilt. Das Ziel sind verhältnismässige und zielgerichtete Massnahmen.

Insbesondere in unklaren Situationen, in denen mehrere Personen im gleichen Raum mit möglichem engen Kontakt angesteckt wurden, kann eine Quarantäne auch für nicht "enge Kontaktpersonen" angezeigt sein. Andererseits sind bei bekannter Infektionskette oder bekanntem (anderem) Ansteckungsort auch weniger weitreichende Massnahmen möglich.

Über eine Quarantäne entscheidet der Kantonsärztliche Dienst oder das CONTI.

Wer ordnet eine Klassen- oder Schulschliessung an? (Stand: 29.10.2020)

Der Kantonsärztliche Dienst oder das CONTI entscheiden über Klassen- oder Schulschliessungen.

Meldepflicht Regelschule

Es gilt zu beachten, dass COVID-19-positiv getestete Lehrpersonen oder Schülerinnen bzw. Schüler umgehend der Schulleitung sowie der Abteilung Volksschule, Sektion Schulaufsicht, telefonisch oder am Wochenende per E-Mail an sa.volksschule@ag.ch zu melden sind.

Textbausteine Elterninformation Covid-19 positiv getestet Lehrperson (DOCX, 1 Seite, 15 KB)

Textbausteine Elterninformation Covid-19 positiv getestet Schüler/-in (DOCX, 1 Seite, 15 KB)

Meldepflicht Sonderschule

Erkrankt eine Person (Personal oder Klienten) an Covid-19 (positiv getestet) ist die Abteilung SHW umgehend per E-Mail (corona.shw@ag.ch) zu informieren (auch an den Wochenenden).

Welche Personen müssen wann in Quarantäne? (Stand: 02.09.2020)

Erwachsene Personen sowie Schülerinnen und Schüler, die mit einer am Coronavirus erkrankten Person in engem Kontakt standen, müssen in Absprache mit dem Kantonsärztlichen Dienst für zehn Tage in Quarantäne.

Das Miteinander der Schülerinnen und Schüler im schulischen Setting wird nicht als enger Kontakt definiert. Werden zwei und mehr Kinder in einem Abstand von weniger als 10 Tagen in derselben Klasse positiv getestet, oder wird eine Lehrperson positiv getestet, kann im Einzelfall die Quarantäne einer Klasse notwendig sein. Infektionsausbrüche mit zwei und mehr infizierten Personen werden situativ beurteilt. Das Ziel sind verhältnismässige und zielgerichtete Massnahmen.

Insbesondere in unklaren Situationen, in denen mehrere Personen im gleichen Raum mit möglichem engen Kontakt angesteckt wurden, kann eine Quarantäne auch für nicht "enge Kontaktpersonen" angezeigt sein. Andererseits sind bei bekannter Infektionskette oder bekanntem (anderem) Ansteckungsort auch weniger weitreichende Massnahmen möglich. Der Entscheid, welche Massnahmen zu ergreifen sind, liegt beim Kantonsärztlichen Dienst oder beim CONTI.

Erwachsene Personen sowie Schülerinnen und Schüler, die aus einem Land mit erhöhtem Ansteckungsrisiko in die Schweiz einreisen, begeben sich ebenfalls in eine zehntägige Quarantäne und melden ihre Einreise innerhalb von zwei Tagen über diesen Link dem Kantonsärztlichen Dienst.

BAG-Anweisungen zur Quarantäne

Welche Reisenden sind bei der Einreise in die Schweiz von der Quarantäne betroffen? (09.07.2020)

Seit dem 6. Juli 2020 sind alle Personen, die aus einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko einreisen, verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise in die Schweiz für 10 Tage unter Quarantäne zu stellen. Die Liste der Staaten oder Gebiete mit hohem Infektionsrisiko ist in der Covid-19-Verordnung Massnahmen im Bereich des internationalen Personenverkehrs zu finden. Diese Liste wird regelmässig aktualisiert.

Liste der Staaten und Gebiete

Meldeformular

Müssen sich auch Kinder unter Quarantäne stellen lassen? (Stand: 20.10.2020)

Ja. Kinder, die in engem Kontakt mit einer an COVID-19 erkrankten erwachsenen Person standen (das Miteinander der Schülerinnen und Schüler im schulischen Setting wird nicht als enger Kontakt definiert) oder die aus einem Staat oder Gebiet mit hohem Infektionsrisiko in die Schweiz einreisen, müssen ebenfalls unter Quarantäne gestellt werden.

Personaleinsatz

Können Stellvertretungen für Lehrpersonen in Quarantäne eingesetzt werden? (Stand: 05.11.2020)

Ja. Im Falle einer vom Kantonsärztlichen Dienst angeordneten Quarantäne kann die Schule eine Stellvertretung gemäss § 32 des Dekrets über die Löhne der Lehrpersonen (Lohndekret Lehrpersonen, LDLP) (SAR 411.210) einsetzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Quarantäne behördlich angeordnet ist oder ob sie aufgrund einer Einreise in die Schweiz aus einem Gebiet oder Staat mit erhöhtem Infektionsrisiko erfolgt.

Ohne schriftliche Verfügung des CONTI erfolgt keine Kostenübernahme durch den Kanton. Aufgrund der aktuell sehr hohen Auslastung des CONTI können die Anordnungen zur Quarantäne nicht immer unmittelbar schriftlich verfügt werden. Seit Mittwoch, 21. Oktober 2020 können Schulen deshalb ab dem zweiten Tag der nicht planbaren Absenz eine bezahlte Stellvertretung einsetzen, auch wenn die Verfügung des CONTI noch nicht vorliegt. Die Verfügung ist via ALSA nachzureichen.

Können Studierende der Pädagogischen Hochschule der FHNW als Stellvertretungen eingesetzt werden? (Stand: 15.10.2020)

Ja. Aufgrund der ausserordentlichen Situation der Corona-Pandemie stehen seit März 2020 auch Studierende der PH FHNW für kurzfristige Stellvertretungseinsätze zur Verfügung. Die Studierenden wurden von der Hochschulleitung über ihre Möglichkeiten, eine Stellvertretung an der Volksschule zu übernehmen, informiert. Interessierte Studierende informieren sich auf dem Stellenportal über ihre Einsatzmöglichkeiten.

Stellenportal Schulen Aargau

Spontanbewerbungen (Initiativbewerbungen) möglich

Sie können auch eine Spontanbewerbung auf dem Stellenportal aufschalten. Unter dem Menüpunkt "Die letzten Initiativbewerbungen" sind für die Schulen dadurch auch Personen ersichtlich, die für eine Stellvertretung zur Verfügung stehen.

Was ist bei Abwesenheitsmeldungen im Zusammenhang mit Lehrpersonen, für die eine Stellvertretung beantragt wird, in ALSA zu beachten? (Stand: 09.07.2020)

Für die Abwesenheitsmeldung ist die spezifische Abwesenheitsart "Abwesenheit COVID-19" zu verwenden. Der Abwesenheitsmeldung ist das notwendige Arztzeugnis (im Krankheitsfall) oder die schriftliche Bestätigung des Kantonsärztlichen Diensts (im Fall einer behördlich angeordneten Quarantäne) anzufügen.

Wie ist mit Personen zu verfahren, die Angst vor einer Ansteckung geltend machen? (Stand: 09.07.2020)

Alle Personen sind verpflichtet, regulär zur Arbeit zu erscheinen. Ausgenommen sind Personen, die durch eine Erkrankung arbeitsunfähig sind oder sich in Quarantäne befinden.

Können bei grösseren Personalausfällen Überstunden angeordnet werden? (Stand: 12.03.2020)

Lehrpersonen können auch ausserhalb der ordentlichen Arbeitszeit und über die Jahresarbeitszeit hinaus in Anspruch genommen werden, wenn es die Aufgabe erfordert und soweit es im Hinblick auf Gesundheit und familienrechtliche Verpflichtungen zumutbar ist.

Lernorganisation

Darf im Unterricht gesungen werden? (Stand: 02.11.2020)

Beim Singen ist die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus besonders hoch. Deshalb hat der Bundesrat Singen und Choraktivitäten unabhängig vom Alter der Personen bis auf Weiteres verboten, lässt aber ausschliesslich für die obligatorische Schule das Singen im Musikunterricht unter Einhaltung der geltenden Schutzmassnahmen zu (vgl. Erläuterungen zu Artikel 6f. Abs. 3 lit. a der Covid-19-Verordnung besondere Lage).

An der Oberstufe gilt:

Für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe gilt eine generelle Maskentragpflicht, auch während des Unterrichts. Singen im Unterricht (Schulzimmer), auch kurzzeitig, ist deshalb nur mit Gesichtsmaske erlaubt.

Ausnahme: Wenn mindestens 15m2 Platz pro Person zur Verfügung stehen – was in einem üblichen Schulzimmer jedoch nicht der Fall ist –, kann ohne Maske gesungen werden.

An der Primarstufe gilt:

Gemeinsames Singen auf Primarschulstufe ist ohne besondere Schutzmassnahmen erlaubt.

Zu beachten ist: Das Wahlfach Chor ist im Lehrplan der Primarschule nicht vorgesehen. Chorsingen darf deshalb nur stattfinden, wenn die Lektion über das Ressourcenkontingent der Schule alimentiert wird. Falls es sich beim Chorsingen um ein Angebot der Musikschule handelt, darf das Singen nicht stattfinden, da der Bundesrat Singen und Choraktivitäten ausserhalb der obligatorischen Schule zurzeit vollumfänglich verbietet (vgl. Artikel 6f. Abs. 3 lit. a der Covid-19-Verordnung besondere Lage).

Darf in der Oberstufe das Wahlfach Chor durchgeführt werden? (Stand: 02.11.2020)

Unter den folgenden Voraussetzung darf das Wahlfach Chor in der Oberstufe stattfinden:

  • Die Chorprobe findet in einer grossen Räumlichkeit mit mind. 15m2 Platz pro Person statt (z.B. Turnhalle oder grosse Aula).
  • Falls so grosse Räumlichkeiten nicht verfügbar sind, bestehen folgende Möglichkeiten:
    • Alle Beteiligten tragen jederzeit eine Gesichtsmaske.
    • Das Wahlfach findet im Freien statt (Pausenplatz, Sportplatz etc.)
    • Das Wahlfach findet 14-täglich im Halbklassenunterricht statt.

Falls gar keine adäquate Möglichkeit gefunden wird, muss das Wahlfach vorübergehend ausfallen. Die Lehrperson des Chors kann kurzfristig auch für Funktionen in der Schule eingesetzt werden, für die sie nicht über die dafür nötigen Qualifikationen, aus Sicht der Schulleitung aber über die nötigen Fähigkeiten zur Übernahme der geforderten Aufgaben verfügt. Die Anstellung erfolgt in diesem Fall mit Lohnabzug (§ 9 Abs. 2 LDLP).

Wo erhalte ich Unterstützung, wenn aufgrund von Quarantäne-Fällen temporär auf Distanz unterrichtet werden muss? (Stand: 04.11.2020)

Bei einzelnen Klassen oder Schulen kann es zu Situationen kommen, bei denen für eine begrenzte Zeit Unterricht im Distanz-Modus erforderlich ist, beispielsweise aufgrund von Quarantänefällen. Die Pädagogische Hochschule FHNW unterstützt hier mit entsprechenden Angeboten.

Zu den Spezialangeboten der Pädagogischen Hochschule FHNW

Können die Lektionen der Schulzahnprophylaxe stattfinden? (Stand: 17.11.2020)

Ja, die Lektionen der Schulzahnprophylaxe können stattfinden. Allerdings wird empfohlen, ganze Lektionen ohne Zähneputzen durchzuführen. Die einschränkenden Empfehlungen, die durch den Kantonszahnarzt und die Vereinigung der Fachkräfte der Schulzahnpflege erarbeitet und laufend aktualisiert werden, sind unter www.schulzahnprophylaxe.ch zu finden.

Die Schulen und die Fachkräfte der Schulzahnpflege werden gebeten, sich abzusprechen.

Beurteilung, Promotion, Übertritte

Wie erfolgt die Förderung und Beurteilung derjenigen Schülerinnen und Schüler, die sich in Quarantäne befinden? (Stand: 09.07.2020)

Bei Schülerinnen und Schülern, die sich in einer zehntägigen angeordneten Quarantäne befinden, ist jeweils zwischen der Schule und der Schülerin / dem Schüler beziehungsweise den Eltern zu vereinbaren, wie und in welchem Umfang die Lernziele durch die Schülerin / den Schüler bearbeitet werden und wie die Begleitung und Unterstützung durch die Lehrperson erfolgt (analog Krankheitsfall). Für diese Schülerinnen und Schüler gelten betreffend Beurteilung und Promotion wie auch betreffend Lehrplanziele die folgenden Regelungen:

  • Beim Lernen in Quarantäne können die Unterrichtsinhalte des Lehrplans kaum im gewohnten Umfang bearbeitet werden. Im Zentrum sollen die Bildungsziele und Inhalte der Kernfächer Deutsch, Mathematik und Realien sowie zusätzlich der Fremdsprachen stehen. Ergänzend sollen daneben individuell und der Situation angepasst auch Inhalte der Fächer Musik, Gestalten, Hauswirtschaft, Bewegung und Sport sowie fachübergreifende Themen in das Lernprogramm einfliessen.
  • Beim Lernen in Quarantäne ist auf promotionswirksame Leistungsbeurteilungen zu verzichten.

Lohnfortzahlung

Erhalten Lehrpersonen Lohn, wenn sie in Quarantäne sind? (Stand: 09.07.2020)

Behördlich angeordnete Quarantäne

Im Falle einer behördlich angeordneten Quarantäne – die Lehrperson hat sich über längere Zeit, ohne genügend Abstand und unwissentlich in der Nähe einer infizierten Person befunden – wird die betroffene Lehrperson vom Kantonsärztlichen Dienst (CONTI) in Quarantäne geschickt. Die Lehrperson informiert die Schulleitung und steht, solange sie gesund ist, für Aufträge der Schulleitung, die von zu Hause aus erledigt werden können, zur Verfügung. Die Lohnfortzahlung bleibt bestehen, da es sich um eine durch die Behörden angeordnete Abwesenheit handelt. Die behördlich angeordnete Quarantäne wird vom Kantonsärztlichen Dienst schriftlich bestätigt.

Selbstverschuldete Quarantäne

Im Falle einer selbstverschuldeten Quarantäne – die Lehrperson ist trotz Warnung des Bundesrats in ein Gebiet oder Staat mit erhöhtem Infektionsrisiko gereist und musste sich nach der Einreise in die Schweiz in Quarantäne begeben – muss die Lehrperson unbezahlten Urlaub beziehen, falls die Quarantäne in die Unterrichtszeit fällt. In dieser Zeit leistet sie keine Arbeit und erhält auch keinen Lohn.

www.bsv.admin.ch

Medienmitteilung Bund

Was gilt, wenn ein Land während der Ferien zum Risikoland wird? (Stand: 04.08.2020)

Es gilt die zehntägige Quarantänepflicht. Falls das Land erst während des Aufenthalts auf die Liste der Risikoländer gesetzt wird, ist die Arbeitsunfähigkeit gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) jedoch unverschuldet. Lehrpersonen erhalten Lohn, auch wenn die Quarantänepflicht in die Unterrichtszeit nach den Schulferien fällt.

Die Lehrperson befindet sich zuhause in Isolation oder Quarantäne. Ist sie somit arbeitsunfähig? (Stand: 09.07.2020)

Sind keine Krankheitssymptome vorhanden (angeordnete Quarantäne), können die betroffenen Lehrpersonen trotzdem Arbeitsleistungen (zum Beispiel Aufträge der Schulleitung, die zu Hause erledigt werden können) erbringen. Falls Krankheitssymptome vorhanden sind, ist die betroffene Lehrperson arbeitsunfähig infolge Krankheit. In beiden Fällen ist die Lohnfortzahlung gewährleistet.

Lehrpersonen, die aufgrund einer Einreise in die Schweiz aus einem Risikoland in Quarantäne müssen, beziehen unbezahlten Urlaub, falls die Quarantäne in die Unterrichtszeit fällt. In dieser Zeit leisten sie keine Arbeit, erhalten gleichzeitig aber auch keinen Lohn.

Haben Lehrpersonen einen Lohnanspruch, wenn sie nach ihren Ferien nicht zurück in die Schweiz reisen beziehungsweise den Arbeitsort nicht erreichen können? (Stand: 04.07.2020)

Der Arbeitgeber ist nicht zu einer Lohnfortzahlung verpflichtet, wenn beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel nicht fahren oder eine Rückreise verunmöglicht ist.

Haben Lehrpersonen Anspruch auf Lohn, wenn auf Grund einer Massnahme (gestützt auf das Epidemiengesetz) eine Schule geschlossen werden muss? (Stand: 19.03.2020)

Die Lohnfortzahlung bleibt in diesem Fall unverändert bestehen.

Die Lehrperson kann auf Grund ihrer Treuepflicht unter Umständen dazu verpflichtet werden, die "verpassten" Arbeitszeiten nachzuholen. Wenn immer möglich ist die Arbeitsleistung zu erbringen (zum Beispiel durch Aufbereiten von Unterrichtsmaterialien/Aufgabenstellungen oder Aufträge durch die Schulleitung).

Klassen- und Schulanlässe

Dürfen Ausflüge und Exkursionen stattfinden? (Stand: 29.10.2020)

Ausflüge, Exkursionen in die nähere Umgebung oder Besuche von Museen und kulturellen Veranstaltungen sind möglich. Die Schutzmassnahmen im öffentlichen Verkehr und der besuchten Institutionen oder Veranstaltungen sind einzuhalten.

Dürfen Schullager und Schulreisen stattfinden? (Stand: 29.10.2020)

Klassen- und Schullager sind bis auf Weiteres verboten. Auf Schulreisen soll verzichtet werden.

Was gilt es bei Schulanlässe mit Erwachsenen zu beachten? (Stand: 29.10.2020)

Öffentliche Schulanlässe und -Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen sind möglich. Dabei haben erwachsene Personen sowie Kinder ab 12 Jahren auf dem Schulareal sowie in den Innenräumen eine Gesichtsmaske zu tragen. Ausgenommen davon sind auftretende Personen, wenn das Tragen einer Maske aufgrund der Art der Aktivität nicht möglich ist.

Alle Personen haben zudem die geltenden Schutzmassnahmen einzuhalten (siehe bundesrätliche Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie, die Hygiene- und Verhaltensregeln des BAG beziehungsweise die Vorgaben für Veranstaltungen des Kantonsärztlichen Diensts einzuhalten.

Bei Anlässen mit externen Beteiligten müssen weiterhin die Kontaktdaten erhoben werden.

Was muss bei der Abgabe und Konsumation von Esswaren und Getränken im Rahmen von schulischen Anlässen beachtet werden? (Stand: 19.10.2020)

Die Umsetzung der bekannten Abstands- und Hygieneregeln ist auch bei der Abgabe und Konsumation von Esswaren und Getränken zu gewährleisten. Ferner sind folgende Punkte zu beachten:

keine Selbstbedienung bei der Ausgabe von Essen, Getränken und Besteck

  • möglichst zeitlich gestaffeltes Personenaufkommen
  • Schutzeinrichtungen für das auszugebene Essen (zum Beispiel Plexiglasscheiben)
  • Das bedienende Personal trägt eine Gesichtsmaske.
  • Besonderes Augenmerk auf die Hygieneregeln im Umgang mit Bargeld

Können Konferenzen, Besprechungen und schulinterne Weiterbildungen stattfinden? (Stand: 19.10.2020)

Grundsätzlich können Konferenzen, Besprechungen und schulinterne Weiterbildungen stattfinden. Es gilt eine Maskenpflicht für alle erwachsenen Personen. Sofern die Personen sitzen und die Mindestabstände eingehalten sind oder während der Konsumation von Speisen oder Getränken, kann auf das Tragen einer Gesichtsmaske verzichtet werden. Die Möglichkeit der Rückverfolgung sämtlicher teilnehmenden Personen ist bis 14 Tage nach der Veranstaltung zu gewährleisten.

Dieser Inhalt richtet sich an

Schulleitung, Schuladministration,