Coronavirus – Informationen für Schulen im Aargau

Grüner Virus

Die Ausbreitung des Coronavirus in Europa und in der Schweiz schreitet voran. Bund, Kantone und auch das Departement Bildung, Kultur und Sport stehen deshalb in erhöhter Bereitschaft. Der Präsenzunterricht an allen Schulen wird per sofort ausgesetzt.

Gemäss aktueller Einschätzung des Bundesamts für Gesundheit stuft der Bundesrat die Lage für die Bevölkerung in der Schweiz zurzeit als "ausserordentliche Lage" gemäss Epidemiengesetz ein. Seitens Behörden ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und den Anweisungen und Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) sowie des Kantonsärztlichen Dienstes Folge zu leisten. Der Regierungsrat und die mit dem Thema Coronavirus befassten Stellen des Kantons analysieren die Entwicklung der Lage fortlaufend.

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Fernunterricht ab 20. April und Weiterführen des Betreuungsangebots ab 6. April

Diese neue Weisung tritt auf den 6. April 2020 in Kraft und ersetzt die Weisung vom 16. März 2020. Sie gilt für das Betreuungsangebot ab dem 6. April sowie einen allfällig notwendigen Fernunterricht ab dem 20. April. Sie gilt längstens bis der Präsenzunterricht und somit der ordentliche Unterricht an den Schulen wieder erlaubt ist.

Neue Weisung Volksschule: Fernunterricht / Weiterführen Betreuungsangebot vom 30. März 2020 (PDF, 26 KB) (öffnet in einem neuen Fenster)

Kein Präsenzunterricht an allen Schulen

Seit dem 16. März ist der Präsenzunterricht an allen Schulen untersagt. Diese Massnahme gilt für alle öffentlichen und privaten Schulen. Sie gilt neu bis zum 19. April 2020.

Das bedeutet, dass an der Aargauer Volksschule – anders als auf der Sekundarstufe II und der Tertiärstufe – bis zu den Frühlingsferien kein Unterricht stattfindet. Die Schülerinnen und Schüler gehen grundsätzlich nicht zur Schule. Sie werden Zuhause von den Eltern betreut.

Danach sollen die aufgebauten Betreuungsangebote an der Volksschule auch während den Frühlingsferien aufrechterhalten werden.

Betreuungsangebot: Mehr Infos und Antworten auf häufig gestellte Fragen

Bis zu den Frühlingsferien können Schulen respektive Lehrpersonen den Schülerinnen und Schülern stufengerechte Arbeits- und Lernmaterialien zur Verfügung stellen. Es wird empfohlen, dieses Angebot auch während der Frühlingsferien aufrechtzuerhalten.

Schulstoff festigen mit Arbeitsmaterialien: Mehr Infos

Ab Montag, 20. April 2020 wird im Kanton Aargau der Unterricht an der Volksschule wieder stattfinden. Wenn das Verbot des Präsenzunterrichts durch den Bundesrat verlängert wird, erfolgt das Lehren und Lernen aus der Distanz in Form eines Fernunterrichts.

Fernunterricht: Mehr Infos und Antworten auf häufig gestellte Fragen

Erklärvideo für Kinder

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Häufige Fragen und Antworten

Krankheitsfall / Umgang Risikogruppen
Arztzeugnis / Meldepflicht
Lohnfortzahlung
Veranstaltungen
Betreuungsangebot
Fernunterricht

Krankheitsfall / Umgang Risikogruppen

Eine Lehrperson hat Krankheitssymptome wie Husten (trockener Reizhusten), Halsschmerzen, Kurzatmigkeit und/oder Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen. Was ist zu tun? (Stand: 23.03.2020)

Die Lehrperson bleibt zu Hause und vermeidet möglichst den Kontakt zu anderen Personen. Beachten Sie bitte die Anweisungen zur Selbstisolation des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

Die Lehrperson nimmt umgehend Kontakt auf mit der Schulleitung und meldet ihre Selbstisolation. Nach Möglichkeit und je nach Gesundheitszustand steht die Lehrperson weiterhin für Aufträge der Schulleitung, die von zu Hause erledigt werden können, zur Verfügung.

Nachdem die Lehrperson 48 Stunden lang keine Krankheitssymptome mehr hatte und seit den ersten Symptomen mindestens 10 Tage vergangen sind, kann sie die Isolation aufheben.

Anweisung BAG zur Selbst-Isolation

Eine Lehrperson lebt im gleichen Haushalt oder war intim mit einer Person mit einer akuten Atemwegserkrankung (Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit) und/oder Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen. Was ist zu tun? (Stand: 23.03.2020)

Die Lehrpersonen sollen gemäss behördlicher Empfehlung für mindestens 10 Tage zu Hause bleiben, auch wenn sie beschwerdefrei ist. Sie informiert die Schulleitung und steht für Aufträge der Schulleitung, die von zu Hause aus erledigt werden können, zur Verfügung. Sollte sich der Gesundheitszustand der Lehrperson verschlechtern bzw. sollten starke Beschwerden auftreten, ist eine telefonische ärztliche Kontaktaufnahme gemäss behördlicher Empfehlung angezeigt. Die Lohnfortzahlung bleibt bestehen, da es sich um eine durch die Schule/die Behörden angeordnete Abwesenheit handelt.

Anweisungen BAG zur Selbstquarantäne

Die Lehrperson befindet sich zuhause in Selbstquarantäne bzw. Selbstisolation. Ist sie somit arbeitsunfähig? (Stand: 12.03.2020)

Sind keine Krankheitssymptome vorhanden, können die betroffenen Lehrpersonen trotzdem Arbeitsleistungen (z.B. Aufträge der Schulleitung, die zu Hause erledigt werden können) erbringen. Falls Krankheitssymptome vorhanden sind, ist die betroffene Lehrperson arbeitsunfähig infolge Krankheit.

Was ist bei der Betreuung kranker Kinder und pflegebedürftiger Angehöriger zu beachten? (Stand: 19.03.2020)

Lehrpersonen erhalten für die Betreuung kranker eigener Kinder bis zu zwei Tagen bezahlten Urlaub pro Krankheitsfall. Es besteht dieselbe Meldepflicht wie bei eigener Krankheit.

Bei Vorliegen wichtiger persönlicher Gründe kann die Anstellungsbehörde weiteren bezahlten Urlaub bis maximal fünf Tage pro Jahr beispielsweise auch für die Betreuung kranker, pflegebedürftiger Angehöriger gewähren (VALL § 41).

Wie werden Lehrpersonen geschützt, die zu den besonders gefährdeten Personengruppen gehören? (23.03.2020)

Besonders gefährdete Lehrpersonen erfüllen die Aufträge der Schulleitung von zu Hause aus. Ist dies gar nicht möglich, werden sie von der Anstellungsbehörde unter Lohnfortzahlung beurlaubt.

Wie haben besonders gefährdete Lehrpersonen vorzugehen? (23.03.2020)

Falls die Kriterien für besonders gefährdete Personen zutreffen, haben betroffene Lehrpersonen dies gegenüber der Schulleitung per persönlicher Erklärung mitzuteilen. Die Anstellungsbehörde kann ein ärztliches Attest verlangen.

Arztzeugnis / Meldepflicht

Wie ist die Meldepflicht bei Krankheit? Besteht während der Corona-Gefährdungslage eine Sonderregelung? (Stand: 13.03.20)

Es besteht diesbezüglich keine Sonderregelung. Die Lehrperson muss der Schulleitung sofort Meldung über die Erkrankung machen und sich abmelden. Dasselbe gilt für den Fall, dass sich eine Lehrperson in die freiwillige Quarantäne begeben sollte, weil eine andere Person im selben Haushalt erkrankt ist.

Kann die Schulleitung von Lehrpersonen ein Arztzeugnis verlangen? (Stand: 13.03.2020)

Um das Gesundheitswesen nicht zusätzlich zu belasten, werden Arbeitsunfähigkeits-Zeugnisse in der aktuellen Situation zurückhaltend verlangt. In der Regel benötigen krankheitsbedingte Abwesenheiten bis zu zehn Arbeitstagen keine ärztliche Bestätigung. Sie können jedoch von der Schulleitung verlangt werden.

Besteht eine Meldepflicht für besonders gefährdete Lehrpersonen? (23.03.2020)

Ja, es ist Sache der besonders gefährdeten Lehrperson, diesen Umstand bekannt zu machen. Die Anstellungsbehörde darf den Gesundheitszustand der Mitarbeitenden nicht systematisch erfragen. Die Angaben werden streng vertraulich behandelt.

Personalrecht allgemein

Kann eine Lehrperson zu einem Einsatz an einem anderen Arbeitsort verpflichtet werden? (Stand: 12.03.2020)

Auf Anordnung des Arbeitgebers müssen Lehrpersonen eine zeitlich begrenzte Änderung des Arbeitsorts oder der Tätigkeit in Kauf nehmen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen.

Können bei grösseren Personalausfällen Überstunden angeordnet werden? (12.03.2020)

Lehrpersonen können auch ausserhalb der ordentlichen Arbeitszeit und über die Jahresarbeitszeit hinaus in Anspruch genommen werden, wenn es die Aufgabe erfordert und soweit es im Hinblick auf Gesundheit und familienrechtliche Verpflichtungen zumutbar ist.

Wie wird mit geplanten Abwesenheiten (z.B. Dienstaltergeschenke, Wochenendverlängerungen) von Lehrpersonen umgegangen? (19.03.2020)

Lehrpersonen, die geplante Abwesenheiten eingegeben haben, müssen diese beziehen.

Kann die Schulleitung anordnen, dass Pensensaldis abgebaut oder Ferien bezogen werden? (Stand: 20.03.2020)

Grundsätzlich ist die Schulleitung/die Anstellungsbehörde berechtigt, den Lehrpersonen, die nicht ihrer regulären Tätigkeit nachkommen können, andere zumutbare Tätigkeiten zuzuweisen.

Wenn keine andere zumutbare Arbeit vorhanden ist, kann die Schulleitung/die Anstellungsbehörde den Abbau von Überzeit anordnen (im Bereich des Pensensaldos).

Der Bezug von Ferien kann ebenfalls angeordnet werden.

Wie sieht die Regelung aus, wenn Lehrpersonen, die selber zur Risikogruppe gehören oder mit besonders gefährdeten Angehörigen in einem Haushalt leben, zu Hause bleiben? (Stand: 19.03.2020)

Die Arbeitsleistung kann von zu Hause aus eingefordert werden. In Absprache können diese Lehrpersonen z.B. Unterrichtsmaterialien/Aufgabenstellungen aufbereiten oder Aufträge zu anderen Themen durch die Schulleitung erledigen.

Wie ist das Vorgehen im Zusammenhang mit dem Ausfall von Einsätzen im Rahmen der Schulzahnprophylaxe, der Hausaufgabenhilfe oder der Schulsozialarbeit? (19.03.2020)

Da es sich hierbei nicht um kantonale Anstellungsverhältnisse handelt, sind für Fragen im Zusammenhang mit dem Ausfall von Einsätzen als Fachkraft die jeweilige Anstellungsbehörde vor Ort zu kontaktieren.

Lohnfortzahlung

Erhalten am Coronavirus erkrankte Lehrpersonen, die ihre Arbeit nicht mehr verrichten können, trotzdem Lohn? (Stand: 13.03.2020)

Ja. Der Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Krankheit richtet sich nach § 19 LDLP.

Haben Lehrpersonen einen Lohnanspruch, wenn sie nach ihren Ferien nicht zurück in die Schweiz reisen bzw. den Arbeitsort nicht erreichen können? (Stand: 13.03.2020)

Der Arbeitgeber ist nicht zu einer Lohnfortzahlung verpflichtet, wenn beispielsweise öffentliche Verkehrsmittel nicht fahren oder eine Rückreise verunmöglicht ist.

Wie ist die Lohnfortzahlung bei der Betreuung kranker Kinder und pflegebedürftiger Angehöriger geregelt? (Stand: 19.03.2020)

Lehrpersonen erhalten für die Betreuung kranker eigener Kinder bis zu zwei Tagen bezahlten Urlaub pro Krankheitsfall. Es besteht dieselbe Meldepflicht wie bei eigener Krankheit.

Bei Vorliegen wichtiger persönlicher Gründe kann die Anstellungsbehörde weiteren bezahlten Urlaub bis maximal fünf Tage pro Jahr beispielsweise auch für die Betreuung kranker, pflegebedürftiger Angehöriger gewähren (VALL § 41).

Haben Lehrpersonen Anspruch auf Lohn, wenn Schulen geschlossen werden und sie ihre gesunden Kinder betreuen müssen? (Stand: 19.03.2020)

Gemäss § 41 VALL kann die Anstellungsbehörde bei Vorliegen wichtiger persönlicher Gründe für die Betreuung der Kinder in einer Ausnahmesituation bis zu 5 Tage bezahlten Kurzurlaub pro Jahr sprechen.

Haben Lehrpersonen Anspruch auf Lohn, wenn sie auf behördliche Anordnung (nicht von Arbeitgeber) zu Hause oder anderswo in Quarantäne bleiben müssen (z.B. Abriegelung einzelner Gebiete)? (Stand: 12.03.2020)

In diesem Fall ist der Lohnanspruch gegeben.

Die Arbeitsleistung kann eingefordert werden, (z.B. Aufbereiten von Unterrichtsmaterialien/Aufgabenstellungen oder Aufträge durch die Schulleitung).

Haben Lehrpersonen Anspruch auf Lohn, wenn auf Grund einer Massnahme (gestützt auf das Epidemiengesetz) eine Schule geschlossen werden muss? (Stand: 19.03.2020)

Die Lohnfortzahlung bleibt in diesem Fall unverändert bestehen.

Die Lehrperson kann auf Grund seiner Treuepflicht unter Umständen dazu verpflichtet werden, die "verpassten" Arbeitszeiten nachzuholen. Wenn immer möglich ist die Arbeitsleistung zu erbringen (z.B. durch Aufbereiten von Unterrichtsmaterialien/Aufgabenstellungen oder Aufträge durch die Schulleitung).

Haben Lehrpersonen Anspruch auf Lohn, wenn sie aus Angst vor einer Ansteckung oder weil sie ihre gesunden Kinder zu Hause behalten wollen, nicht zur Arbeit erscheinen und zu Hause bleiben? (Stand: 12.03.2020)

Falls eine Lehrperson ohne eine behördliche Anweisung von der Arbeit fernbleibt bzw. die Arbeitsleistung nicht erbringt, besteht kein Anspruch auf Lohnzahlung.

Veranstaltungen

Wie soll mit schulinternen Veranstaltungen / Weiterbildungen umgegangen werden? (12.03.2020)

Bis zum 19. April sind sämtliche Veranstaltungen (inklusive Weiterbildungen) ausgesetzt.

Wie soll mit Koordinationssitzungen, Besprechungen und Arbeitsgruppen innerhalb des Schulteams vorgegangen werden? (Stand: 23.03.2020)

Es wird empfohlen, Zusammenkünfte mit bis zu fünf Teilnehmenden nur dann durchzuführend, wenn ein physisches Zusammentreffen sinnvoll beziehungsweise eine digitale Durchführung nicht zielführend ist. Zusammenkünfte von mehr als fünf Teilnehmenden sollen nur dann physisch durchgeführt werden, wenn sie notwendig sind, um zentrale Abläufe der Schule aufrecht zu erhalten. Auf jeden Fall ist ein Abstand von zwei Metern zwischen den Teilnehmenden einzuhalten.

Dieser Inhalt richtet sich an

Schulleitung, Schuladministration,