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Kantonale Qualitätskontrolle

 

 Kontakt

 
  • Departement Bildung, Kultur und Sport
    Abteilung Volksschule
    Sektion Schulaufsicht
    Bachstrasse 15
    5001 Aarau
    Tel.: 062 835 21 00
    sa.volksschule@ag.ch

    Öffnungszeiten:
    Montag bis Freitag
    08:00 - 12:00 Uhr und
    14:00 - 17:00 Uhr


Der Regierungsrat hat beschlossen, an den Aargauer Volksschulen ab Schuljahr 2020/21 die kantonale Qualitätskontrolle einzuführen. Damit wird die bisherige externe Schulevaluation abgelöst. In Zukunft wird die kantonale Schulaufsicht im Abstand von fünf Jahren an jeder Schule mit einem standardisierten, datengestützten Verfahren prüfen, ob diese die definierten Qualitätsansprüche erfüllt und die kantonalen Vorgaben einhält.

Anstoss für die Entwicklung eines neuen Verfahrens war die wiederholte Kürzung der finanziellen Mittel für die externe Schulevaluation durch den Grossen Rat im November 2017, die eine Verlängerung des Evaluationszyklus von heute sechs auf neun Jahre zur Folge gehabt hätte. Zudem wurde im gleichen Zeitraum eine von allen Parteien unterzeichnete Motion eingereicht, die eine Verschlankung des Verfahrens der externen Schulevaluation forderte.

Abgestuftes Verfahren zur Qualitätskontrolle

Die kantonale Schulaufsicht des Departements BKS ist für die gesamte Durchführung der periodischen und flächendeckenden Überprüfung aller Schulen zuständig. Unterstützt wird sie durch die Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (PH FHNW), welche Online-Befragungen der wichtigen schulischen Akteure durchführt und vertiefte Prüfungen vornimmt im Falle von Schulen mit negativen Auffälligkeiten. Damit erlangt der Kanton Aufschluss darüber, inwieweit die Schulen die definierten Qualitätsansprüche erfüllen und die kantonalen Vorgaben einhalten. Die Aufgaben der Schulführung bleiben unverändert. Diese verantwortet die Qualitätsentwicklung an der Schule vor Ort in den Bereichen Organisation, Unterricht und Personal.

Stufe A Standardisierte Prüfung der Schulqualität aller Schulen

Im Zentrum steht die standardisierte Prüfung der Schulqualität durch die Schulaufsicht, welche zu einer Qualitätseinschätzung führt. Als Grundlage dienen die Ergebnisse aus Online-Befragungen der Schülerinnen und Schüler ab der 4. Klasse, Lehrpersonen und Eltern sowie vorhandene Schulführungsdokumente und ausgewählte statistische Kennzahlen von Statistik Aargau. Die Schulaufsicht bespricht die ausgewerteten Daten mit der Schulführung und nimmt eine Qualitätseinschätzung vor. Falls es keine negativen Auffälligkeiten gibt bzw. kein Verdacht auf Defizite besteht, so ist die Prüfung abgeschlossen.
 
Das Departement BKS rechnet damit, dass für 70 % aller Schulen diese Prüfung positiv ausfällt und damit abgeschlossen ist.

Stufe B Vertiefte Prüfung der Schulqualität einzelner Schulen 

Bei Schulen mit negativen Auffälligkeiten wird eine vertiefte Prüfung durch die PH FHNW angeordnet. Diese führt Interviews, Gespräche und allenfalls ergänzende Befragungen zu den erkannten Auffälligkeiten durch. Die Ergebnisse werden in einem Bericht zuhanden der Schulaufsicht zusammengefasst. Diese entscheidet abschliessend darüber, ob ein Handlungsbedarf besteht oder nicht. Wenn ein Handlungsbedarf erkannt wird, begleitet die Schulaufsicht die Schule im Aufarbeitungsprozess. Andernfalls ist der Prozess abgeschlossen.

Stufe C Begleitete Defizitaufarbeitung

Falls Handlungsbedarf erkannt wird, so werden die Schulen im Aufarbeitungsprozess in einem dafür definierten Verfahren begleitet. In regelmässigen Standortgesprächen unter der Leitung der Schulaufsicht informiert die Schulführung über den Stand der Aufarbeitung in den einzelnen defizitären Bereichen und kann aktuelle auftauchende schwierige Situationen besprechen. Bei Bedarf kann die Schulaufsicht selber Massnahmen anordnen. Ziele der Begleitung sind die Erfüllung der definierten Qualitätsansprüche an eine funktionierende Schule und die Erhöhung der Selbststeuerungsfähigkeit der Schulführung. Die Verantwortung über die Führung der Schule liegt bei der Schulpflege.

Stufe D Nachkontrolle der Defizitaufarbeitung

Die Nachkontrolle erbringt den datengestützten Nachweis, dass die Defizite behoben worden und die definierten Qualitätsansprüche in den betreffenden Bereichen erfüllt sind. In der Regel erfolgt diese nach zweieinhalb bis drei Jahren. Durchgeführt wird diese wiederum durch die PH FHNW analog dem Verfahrensschritt B. 
Umfang, Form sowie Zeitpunkt der Nachkontrolle richten sich nach den Ergebnissen aus der vertieften Prüfung und werden der Situation der Schule angepasst. Dies wird schriftlich festgelegt.

Einführung im Schuljahr 2020/21

Mit dem abgestuften Verfahren werden die Forderungen des Grossen Rats nach einem schlankeren Verfahren erfüllt und der Kanton kann den gesetzlichen Auftrag zur Aufsicht und Rechenschaftslegung über die Volksschulen weiterhin erfüllen. Für die Mehrheit der Schulen wird die zeitliche Beanspruchung gegenüber der externen Schulevaluation reduziert. Dennoch erhalten sämtliche Schulen eine regelmässige Rückmeldung zu ihrer Schul- und Unterrichtsqualität.  

Die Qualitätskontrolle startet gleichzeitig mit der Einführung der "Neuen Ressourcierung Volksschule" und des Aargauer Lehrplans Volksschule. Für die Schulen, die im Schuljahr 2020/21 erstmals mit dem neuen Verfahren kontrolliert werden, findet eine Informationsveranstaltung durch das BKS statt. Die Schulen werden rechtzeitig dazu eingeladen.
Übersicht der Schulen​, die ab Schuljahr 2020/21 im Turnus von fünf Jahren geprüft werden.

Rechtliche Grundlagen

Es sind Anpassungen in der Verordnung zur geleiteten Schule notwendig, die per 1. August 2020 in Kraft treten werden.
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  • Departement Bildung, Kultur und Sport
  • Bachstrasse 15, 5001 Aarau
  • Tel. 062 835 22 22
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