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Partizipation im Schulbetrieb

 

 Kontakt

 
  • Departement Bildung, Kultur und Sport
    Abteilung Volksschule
    Sektion Entwicklung
    Bachstrasse 15
    5001 Aarau
    Tel.: 062 835 20 30
    Fax: 062 835 21 19
    se.volksschule@ag.ch

    Öffnungszeiten:
    Montag bis Freitag
    08:00 - 12:00 Uhr und
    13:30 - 17:00 Uhr​


​Menschen streben nach Selbstbestimmung und nach Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes. Die Kinderrechtskonvention geht davon aus, dass einem Kind - genauso wie einer erwachsenen Person - Einfluss auf sein Leben und auf sein Umfeld zusteht. Der Partizipationsgrad unterscheidet sich im Einzelfall jeweils nach Art der Fragestellung und nach dem Entwicklungsstand und den Möglichkeiten des Kindes. Partizipation kann ein unterschiedliches Ausmass haben, von der Konsultation eines Kindes oder Jugendlichen bis zu dessen autonomem Entscheid. Zentral ist, die Meinung der Schülerinnen und Schüler ernst zu nehmen und dem Kind verständlich zu machen, wie seine Meinung berücksichtigt wird.

Eine partizipative Schulkultur stärkt die Selbstwirksamkeit der Schülerinnen und Schüler und ist nachweislich gesundheitsfördernd. Eine solche Schulkultur erlaubt es, die Kompetenz aller Beteiligten einzubinden und schafft die Grundlage für nachhaltige Problemlösungen.

Partizipation als Handlungsprinzip ist auch im Kanton Aargau rechtlich verankert. Gemäss § 10 Schulgesetz (SAR 401.100) ist es Aufgabe der Volksschule, die geistigen, emotionalen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten und Begabungen jedes einzelnen Kindes zu fördern. Zur Anhörung und Mitsprache besagt § 10 der Verordnung über die Volksschule (SAR 421.313):

  1. Schülerinnen und Schüler haben das Recht, in schulischen Sachfragen, vor schulischen Entscheidungen, die sie persönlich betreffen, sowie in persönlichen Anliegen und Problemen angehört zu werden. Sie werden auf ihr Recht aufmerksam gemacht und eingeladen, ihre Meinung frei zu äussern.
  2. Sie erhalten die Möglichkeit, gegenüber den zuständigen Personen, Behörden und Instanzen stufengerechte und konstruktive Rückmeldungen zum Schulbetrieb abzugeben und an den Evaluationen über die Qualität ihrer Schulen teilzunehmen. Die entsprechenden Beiträge sind angemessen zu berücksichtigen.

Partizipation ist deshalb ein fester Bestandteil von Beiträgen zur Qualitätsentwicklung an Schulen.

Beispiele

Partizipation im Schulbetrieb lässt sich auf ganz verschiedenen Ebenen verwirklichen. Sie ist zuerst eine Frage der Haltung jeder Lehr- und Fachperson im Schulbetrieb (Schulleitung, Schulsozialarbeit, Schulpsychologie usw.), die mit und für Schülerinnen und Schüler Entscheide trifft. Schülerinnen und Schüler sollen vor allem dort mitbestimmen können, wo sie direkt betroffen sind. Klassische institutionelle Gefässe der Partizipation sind Klassen- und Schulrat sowie Arbeitsgruppen zu spezifischen Fragestellungen wie die Erarbeitung eines Schulhausreglements. Zum Thema bestehen Handreichungen und weitergehende Informationen.

Handreichungen zu Klassen-, Schulrat & Co

 
  • Departement Bildung, Kultur und Sport
  • Bachstrasse 15, 5001 Aarau
  • Tel. 062 835 22 22
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