Eingeloggt als:

Sign In

Behinderungsbegriff

 

 Kontakt

 
  • Departement Bildung, Kultur und Sport
    Abteilung Volksschule
    Bachstrasse 15
    5001 Aarau
    Tel.: 062 835 21 00
    Fax: 062 835 21 09
    volksschule@ag.ch

    Öffnungszeiten:
    Montag bis Freitag
    08:00 - 12:00 Uhr und
    13:30 - 17:00 Uhr


Behinderungen oder erheblichen Beeinträchtigungen

Die Schulung und Förderung bei Behinderung ist in der Verordnung Sonderschulung (SAR 428.513) umschrieben. Als Behinderung gemäss dieser Verordnung gilt bei Kindern und Jugendlichen​ eine stark ​eingeschränkte Funktionsfähigkeit ihrer Aktivitäten und Partizipation gemäss der InternationaI Classification of Function, Disability and Health (ICF, Version 2001), die ausgelöst wird durch hemmende Umweltfaktoren sowie im Regelfall zusätzlich durch ausgeprägte Beeinträchtigungen und Störungen von Körperfunktionen.

Schwere Störung des Sprechens und der Sprache

Eine schwere Störung des Sprechens und der Sprache liegt vor, wenn die sprachlichen Auffälligkeiten eines Kindes/Jugendlichen den Alltag stark beeinträchtigen und somit der Stufe C des Einstufungsrasters entsprechen.

Erhebliche kognitive Beeinträchtigung

Von einer erheblichen kognitiven Beeinträchtigung wird gesprochen, wenn der Intelligenzquotient weniger als 70 beträgt. Dies führt zu Defiziten in der Wahrnehmungsverarbeitung und häufig zu Beeinträchtigungen des Bewegungsausdrucks. Um die Förderung zu planen und verstärkte Massnahmen beantragen zu können, ist das standardisierte Abklärungsverfahren (SAV) erforderlich.

Tiefgreifende Entwicklungsstörung

Autismusspektrumsstörungen sind tiefgreifende Entwicklungsstörungen. Sie werden durch den Schulpsychologischen Dienst (SPD) unter Einbezug der Autismusberatungsstelle diagnostiziert (Autismusberatung für Kinder und Jugendliche IAS, Tel. 056 462 20 10, Zürcherstrasse 241, 5210 Windisch, autismusberatung@pdag.ch).

Erhebliche soziale Beeinträchtigung

Eine erhebliche soziale Beeinträchtigung besteht dann, wenn die eigene Entwicklung oder diejenige von Mitmenschen gefährdet ist. Um die Entwicklungs- und Bildungsziele formulieren und die Förderung planen zu können, ist das standardisierte Abklärungsverfahren (SAV) erforderlich. 

Körperliche oder sensorische Beeinträchtigung

Zur Feststellung einer körperlichen Beeinträchtigung oder einer sensorischen Beeinträchtigung des Sehens, des Hörens und der Selbstwahrnehmung in Raum und Zeit muss eine ärztliche Diagnose vorliegen, welche die Art und Ausprägung der Beeinträchtigung attestiert. Eine schulpsychologische Abklärung ist nur dann angezeigt, wenn besondere Fragestellungen geklärt werden müssen, welche Lernen, Leisten oder Verhalten betreffen oder wenn der Eintritt in eine Sonderschule erwogen wird.

Gesundheitliche Beeinträchtigung

Eine temporäre gesundheitliche Beeinträchtigung gilt dann als erheblich, wenn eine längere Abwesenheit vom Unterricht erforderlich ist, oder das Kind gesundheitlich so eingeschränkt ist, dass kein regelmässiger oder bloss ein eingeschränkter Unterrichtsbesuch möglich ist. Um die Förderung planen und verstärkte Massnahmen beantragen zu können, ist ein medizinisches Gutachten notwendig

Förderung in der Regelschule 

Hinweise zur behinderungsspezifischen Umsetzung finden sich in der Handreichung Heilpädagogik (Kapitel 7).

Förderung in der Sonderschule

Grundsätzlich gelten für die Schülerinnen und Schüler des Sonderkindergartens und der Sonderschule die Bildungsziele des Regelkindergartens beziehungsweise der Regelschule. Je nach Behinderung wird in einzelnen Fächern oder generell davon abgewichen und es werden von der Schule Bildungsziele festgelegt, die den individuellen Möglichkeiten und Perspektiven der Schülerinnen und Schüler angepasst sind.

Merkblatt Umsetzung Stundentafel an Sonderschulen

 
  • Departement Bildung, Kultur und Sport
  • Bachstrasse 15, 5001 Aarau
  • Tel. 062 835 22 22
© Kanton Aargau