Eingeloggt als:

Sign In

Zusatzlektionen soziale Belastung

 

 Kontakt

 
  • Departement Bildung, Kultur und Sport
    Abteilung Volksschule
    Sektion Ressourcen
    Bachstrasse 15
    5001 Aarau
    Tel.: 062 835 21 20
    Fax: 062 835 21 29
    re.volksschule@ag.ch

    Öffnungszeiten:
    Montag bis Freitag
    08:00 - 12:00 Uhr und
    13:30 - 17:00 Uhr


 

 Mehr zum Thema

 

Zusatzlektionen für Schulen mit erheblicher sozialer Belastung werden vollumfänglich vom Kanton finanziert. Der Aargauische Grosse Rat entscheidet jährlich mit dem Budget über die Höhe des Betrags. Der regelkonforme Einsatz der Zusatzlektionen wird regelmässig überprüft. Nachfolgend wird das Vorgehen der Zuteilung, Verwendung und Rechenschaftslegung genauer beschrieben. 

Zusatzlektionen für Schulen mit erheblicher sozialer Belastung sind unbedingt von zusätzlichen Lektionen für Verstärkte Massnahmen, Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und andere zu unterscheiden. Erstere werden aufgrund eines statistischen Verfahrens berechnet und den Schulen vom BKS vor dem kommenden Schuljahr bewilligt. Letztere können von den Schulen bei Bedarf beantragt werden.

Zuteilung

Die Berechnung des Indikators soziale Belastung (ISB) erfolgt alle drei Jahre. Die nächste Berechnung erfolgt auf das Schuljahr 2017/18, die weiteren per 2020/21, 2023/24, etc. Der für die Schulen berechnete ISB hat für drei Jahre Gültigkeit, sodass den anspruchsberechtigten Schulen (ab einem ISB von 1.15 bis zum Schuljahr 2016/17 resp. 1.16 ab dem Schuljahr 2017/18) drei Jahre Zusatzlektionen soziale Belastung bewilligt werden. Danach erfolgt im obigen Rhythmus eine Neuberechnung des Anspruchs. Die Schulen werden alle drei Jahre im Herbst des Vorjahres darüber informiert, ob sie im kommenden Schuljahr anspruchsberechtig sind.

Die Dotation der Zusatzlektionen steht in Abhängigkeit zum jährlichen Budgetentscheid des Grossen Rats und der Schülerzahlen des Vor-Vorjahres. Die Bekanntgabe über die Höhe der Zusatzlektionen erfolgt jährlich Anfang des Jahres über das IT-System "Administration Lehrpersonen Schulen Aargau" (ALSA). Es ist kein Antrag durch die Schulen notwendig.

Verwendung

Beim Einsatz der Zusatzlektionen sollen folgende Ziele berücksichtigt werden:
  • Alle Schülerinnen und Schüler erbringen möglichst gute Leistungen.
  • Alle Schülerinnen und Schüler haben nach der Volksschule eine Anschlusslösung in der beruflichen Grundbildung oder einer Mittelschule.
  • An allen Schulen herrscht ein lernförderliches Schul- und Unterrichtsklima.
  • Die Arbeitszufriedenheit der Lehrpersonen ist an allen Schulen gut.
Wie und wo die Zusatzlektionen konkret zum Einsatz kommen, entscheidet die Schulleitung aufgrund der Situation vor Ort. Die Auflagen des Kantons für die Verwendung beschränken sich auf drei Regelungen:
  • Die Zusatzlektionen müssen auf der Stufe eingesetzt werden, für die sie vom Kanton gesprochen wurden.
  • Mindestens 50% der Zusatzlektionen müssen für die Unterstützung des Unterrichts nach Stundentafel, maximal 50% darf anderweitig als im Unterricht nach Stundentafel eingesetzt werden (§12 Abs.1 Verordnung über die Ressourcierung der Volksschule, SAR 421.321).
  • Nicht zulässig ist die Verwendung von Zusatzlektionen für die Einrichtung und Führung zusätzlicher Abteilungen oder Spezialklassen. Mit Zusatzlektionen dürfen keine Gemeindeaufgaben finanziert werden. Hierzu zählen zum Beispiel das Schulsekretariat, die Schulsozialarbeit sowie Tagesstrukturen. Ebenso dürfen Zusatzlektionen nicht für Verstärkte Massnahmen, Begabtenförderung, Logopädie, Sprachheilkindergarten, Deutsch als Zweitsprache (DaZ), Französisch- und Englischstützunterricht oder integrierte Heilpädagogik (IHP) eingesetzt werden.
Weitere Informationen zur Verwendung sind den Handreichungen 'Zusatzlektionen soziale Belastung' und 'Anstellung von Assistenzpersonen und externen Fachpersonen' zu entnehmen.

Verwaltung

Die Verwaltung der Zusatzlektionen können die Schulen zum einen über die Standardauswertung "Pensenkontrolle" in ALSA vornehmen. Diese weist aus, wie viele Lektionen dem Schulträger pro Stufe gesprochen und wie viele Pensen pro Stufe gemeldet wurden. Des Weiteren ist ersichtlich, wie viel Prozent für den Unterricht nach Stundentafel und wie viel für anderweitige Lektionen als für den Unterricht nach Stundentafel eingesetzt wurden. Zum anderen steht den Schulen weiterhin das Personalplanungs-Tool (PPT) zur Verfügung, welches auch ausschliesslich für die Zusatzlektionen verwendet werden kann  Kurzdokumentation.

Pensenmeldung und Pensenkontrolle

Die Zusatzlektionen werden vollumfänglich vom Kanton finanziert. Deshalb müssen sie in der Meldung an den Kanton separat ausgewiesen werden. Dies erfolgt direkt mit der Pensenmeldung in ALSA verbunden mit der entsprechenden Pensenkategorie für Zusatzlektionen. Hier wird ebenfalls angegeben, ob die Lektionen im Unterricht nach Stundentafel eingesetzt oder für andere Aufgaben (Projekte, Konzeptarbeit, u.a.) verwendet wurden.

Eine Übersicht über die bewilligten Zusatzlektionen und den bereits eingesetzten und gemeldeten Pensen ist der Schule jederzeit über die Standardauswertung "Pensenkontrolle" in ALSA möglich.

Am Ende des Schuljahres kontrolliert das BKS anhand der Pensenkontrolle, dass die gemeldeten Pensen pro Stufe die bewilligten Zusatzlektionen pro Stufe nicht übersteigen und ob mindestens die Hälfte der Zusatzlektionen im Unterricht gemäss Stundentafel eingesetzt wurden.

 
  • Departement Bildung, Kultur und Sport
  • Bachstrasse 15, 5001 Aarau
  • Tel. 062 835 22 22
© Kanton Aargau