Regionales Spezialangebot (ReSpa)
Das Regionale Spezialangebot (ReSpa) ist ein Unterstützungsangebot für Schulen der Region Baden im Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit psychosozialen Auffälligkeiten sowie für deren Lehrpersonen.
In Baden wurde von 2011 – 2025 eine RSK für Schülerinnen und Schüler mit disziplinarischen, emotionalen und sozialen Auffälligkeiten aus dem ganzen Kanton geführt. Das Konzept ist nun den aktuellen Herausforderungen und Bedürfnissen angepasst worden (z.B. interdisziplinäre Ausrichtung, Integration des Schulpsychologischen Diensts und der Psychiatrischen Dienste Aargau). Es wird ab Schuljahr 2025/26 als Regionales Spezialangebot in Baden mit einem reduzierten Einzugsgebiet (Baden inkl. Turgi, Birmenstorf, Ehrendingen, Ennetbaden, Gebenstorf, Obersiggenthal, Freienwil, Untersiggenthal und Würenlingen) umgesetzt. Die Eröffnung weiterer Standorte ist in Planung und erfolgt schrittweise ab dem Schuljahr 2026/27.
Ziele
Das Regionale Spezialangebot (ReSpa) richtet sich an Regelschulen aller Stufen im definierten Einzugsgebiet der Region Baden (Baden inkl. Turgi, Birmenstorf, Ehrendingen, Ennetbaden, Gebenstorf, Obersiggenthal, Freienwil, Untersiggenthal und Würenlingen), die eine belastende Situation mit Kindern und Jugendlichen mit psychosozialen Auffälligkeiten zu bewältigen haben. Ein flexibles, multiprofessionelles Team steht zur Verfügung, um eine auf die jeweilige Schule zugeschnittene Unterstützung leisten zu können.
Bei einem Einsatz wird immer vernetzt und interdisziplinär zusammengearbeitet. Einbezogen werden nebst den Lehrkräften, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler, bei Bedarf auch Fachstellen (SPD, Sozialarbeit, Psychiatrische Dienste und KESB). Damit wird ein Element, das bereits in den früheren RSK berücksichtigt wurde – die multisystemische Therapie – thematisch wieder aufgegriffen. Es kommen wieder die Disziplinen Psychologie, Pädagogik und wo nötig Psychiatrie über das ReSpa zum Einsatz. Zusätzlich verfügt ein ReSpa-Team über eine starke Vernetzung mit bestehenden Angeboten (Prozessberatung, fachdidaktische Beratung, u.a.). Der Fokus liegt auf dem gesamten Schul- bzw. Klassensystem. Trotzdem kann es mit dem Ziel der Deeskalation auch zu einer temporären Förderung eines Schülers oder einer Schülerin in einem speziellen, separaten Lernsetting ausserhalb der Klassen kommen.
Neben der eigentlichen Unterstützung in der akuten Situation sollen die Massnahmen der nachhaltigen Stärkung des Schulsystems dienen. Das ReSpa-Team unterstützt beim Übergang in präventive oder längerfristig angelegte Angebote (Begleitung eines schulischen Entwicklungsprozesses, Erarbeitung von pädagogischen Konzepten, Weiterbildung der Fachkräfte, etc.). Schulen können auf diese Weise auch auf lange Sicht von einem Einsatz eines ReSpa-Teams profitieren.
Vorgehen
Eine Schule kontaktiert bei Bedarf das ReSpa-Team. Nach einer kurzen Bedarfsermittlung kommt dieses zeitnah in die anfragende Schule vor Ort. Im Zentrum der Unterstützung steht immer die Entlastung und Stärkung der Schule. Die jeweiligen Unterstützungseinsätze werden während drei Jahren (2025-2028) evaluiert, angepasst und weiterentwickelt. Während dieser Phase werden die gewonnen Erkenntnisse für die mittelfristige Umsetzung genutzt. Ab dem Schuljahr 2028/29 soll das Regionale Spezialangebot im ganzen Kanton ausgerollt werden.
Zeitplan
| Wann | Was |
|---|---|
| Beginn Schuljahr 2025/26 | Start ReSpa Baden |
| Schuljahre 2026/27 und 2027/28 | Start weitere Standorte |
| Beginn Schuljahr 2028/29 | Ausrollen im ganzen Kanton (abhängig von den Ergebnissen der Evaluation) |