Neue Ressourcierung Volksschule

Post-its und Gläser auf Tischen.

Mit dem Projekt "Neue Ressourcierung Volksschule" soll eine Vereinfachung und Flexibilisierung der Ressourcenverwendung sowie eine Vereinheitlichung der Ressourcenarten erreicht werden. Weiter vergrössert das Vorhaben den Gestaltungsraum beim Einsatz der Unterrichtslektionen erheblich und begünstigt, dass Unterrichtslektionen so eingesetzt werden, dass sie einen möglichst grossen pädagogischen Nutzen entwickeln. Gleichzeitig soll die Planbarkeit für den Kanton wie auch für die Schulen verbessert werden.

Der Regierungsrat hat beschlossen, die heute geltenden antragsbasierten Ressourcierungsabläufe an der Volksschule durch eine Schülerinnen- und Schülerpauschale abzulösen. Jede Schülerin und jeder Schüler löst künftig eine gewisse Anzahl Ressourcen beziehungsweise bezahlte Arbeitszeit von Lehrerinnen und Lehrern aus.

Schülerinnen- und Schülerpauschale

Die Schülerinnen- und Schülerpauschale besteht grösstenteils aus einer kantonsweit einheitlichen Standardkomponente. Ergänzt wird diese Standardkomponente durch zwei Zusatzkomponenten, welche den durch lokale Rahmenbedingungen ausgelösten Zusatzbedarf aufnehmen.

  • Standardkomponente: Mit der Standardkomponente kann die Organisation des Regelunterrichts gemäss Stundentafel abgedeckt werden.
  • Zusatzkomponente 1: Die Zusatzkomponente 1 berücksichtigt sprachliche und soziale Faktoren. Ausländer-, Sozialhilfe- und Erwerbslosenquote der Wohngemeinde einer Schülerin oder eines Schülers bilden zuverlässig ab, welcher zusätzliche Förderbedarf zu erwarten ist.
  • Zusatzkomponente 2: Die Zusatzkomponente 2 gewährleistet, dass auch kleinere Schulen auf Kindergarten- und Primarstufe in der Lage sind, ein sachgerechtes Schulangebot aufrecht zu erhalten.

Mehr Gestaltungsraum und Verantwortung für die Schulen

Die Summe der einzelnen Pauschalen ergibt das Kontingent der lokalen Schule. Mit der Zuweisung des gesamten Ressourcenkontingents an die Schulen erhalten diese mehr Gestaltungsraum, tragen aber auch mehr Verantwortung: Sie stehen vor der Aufgabe, mit den ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen für ein sachgerechtes Bildungsangebot gemäss Schulgesetz zu sorgen. Im Zentrum stehen dabei immer die Erfüllung der Bildungsrechte aller Schülerinnen und Schüler sowie eine möglichst hohe Wirkung.

Der Gestaltungsraum liegt in der Organisation der Schule, dem Einsatz der einzelnen Lehrerinnen und Lehrer sowie der Ausgestaltung von Förderangeboten. Als verbindliche Leitplanken gelten wie bisher die bewährte Schulstruktur mit Kindergarten, Primarschule, Real-, Sekundar- und Bezirksschule, der Lehrplan mit den Stundentafeln, verlässliche Anstellungsbedingungen und der Berufsauftrag für die Lehrerinnen und Lehrer und für die Schulleitungen.

Bei der Überführung der heutigen Ressourcen steht gesamtkantonal die gleiche Menge Ressourcen zur Verfügung wie bisher. Damit Veränderungen bei der Menge der zur Verfügung stehenden Mittel aufgefangen werden können, ist für Schulen, deren Ressourcen um mehr als sechs Prozent reduziert werden, eine gestaffelte Einführung vorgesehen.

Neue Ressourcierung kurz erklärt

Erklärvideo zum Ressourcenkontingent

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Erklärvideo zur differenzierten Schülerinnen- und Schülerpauschale

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Erklärvideo zum Ressourceneinsatz

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Erklärvideo zum Gestaltungsraum

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Elterninformation

Für die Information der Eltern über die "Neue Ressourcierung Volksschule" stehen Textbausteine zur Verfügung. Schulleitungen können diese bei Bedarf in die schuleigenen Kommunikationskanäle einfliessen lassen und in der Kommunikation mit Eltern verwenden.

Elterninformation "Neue Ressourcierung Volksschule" (PDF, 3 Seiten, 22 KB)

Zeitplan

WannWas
Juni 2019Informationen zur Umsetzung in den Schulen, u. a. Manual zum Planungsprozess und Kommunikation der provisorischen Schülerinnen- und Schülerpauschale
ab Juli 2019Austausch- und Weiterbildungsangebote für Schulleitungen
September 2019Detailinformationen zur Umsetzung in den Schulen
ab Herbst 2019Informations- und Demonstrationsanlässe zur technischen Umsetzung
Februar 2020Zuteilung der definitiven Ressourcenkontingente
1. August 2020Kantonsweite Umsetzung der "Neuen Ressourcierung Volksschule"

Externes Monitoring zur "Neuen Ressourcierung Volksschule"

Die Umsetzung der "Neuen Ressourcierung Volksschule" wird durch ein Monitoring begleitet. In dem über fünf Jahre dauernden Monitoring steht die Beobachtung von zentralen Veränderungen des Gesamtsystems Volksschule im Fokus. Das Monitoring wurde an einen externen Auftragnehmer vergeben.

Ziele des externen Monitorings

Mit dem externen Monitoring wird beobachtet, ob die Ressourcierung der Volksschule über Schülerinnen- und Schülerpauschelen die erwartete Wirkung zeigt und die angestrebten Ziele erreicht werden können. Insbesondere soll gezeigt werden, dass die Bildungsrechte aller Schülerinnen und Schüler eingehalten werden. Allfällige Handlungsfelder sollen identifiziert werden. Letztlich dient das externe Monitoring dazu, Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit und verschiedener Anspruchsgruppen zu schaffen.

Weiter soll das externe Monitoring datenbasiertes Steuerungswissen für das Departement BKS generieren und Einsicht gewähren, wie schulinterne Prozesse und Wirkungen durch die neue Ressourcierung der Volksschule beeinflusst werden.

Prozess der Wirkungsprüfung

Über die Dauer von fünf Jahren wird eine Analyse der Wirkung der neuen Ressourcensteuerung vorgenommen. Die Wirkungsprüfung wird mittels Verknüpfung der Instrumente von Monitoring und Evaluation stattfinden. Im Zentrum steht das Monitoring. Es ist das Kernelement, welches über die gesamte Zeitdauer geführt wird. Dabei sollen mittels systematischer Beobachtung von relevanten Indikatoren Probleme im System frühzeitig erkannt werden. Das Monitoring greift ausschliesslich auf bereits vorhandene Daten zurück und verzichtet bewusst auf eine aufwändige Zusatzerhebung, welche die Schulen vor Ort belasten würde.

Die Befunde des Monitorings zeichnen Entwicklungen auf, deren Gründe oder Ursachen unter Umständen nicht einfach erklärt werden können. Mittels Evaluation können die Ursachen und Fragestellungen punktuell vertieft untersucht werden. Die Evaluation kann Zusammenhänge zwischen Massnahmen und Wirkungen aufdecken und so mögliche Ursachen von Veränderungen aufzeigen. Je nach Fokus der zu untersuchenden Fragestellung sind im Rahmen der Evaluation auch zusätzliche Erhebungen sinnvoll.

Die Wirkungsüberprüfung ist als zirkulärer Prozess angelegt.

Weiteres Vorgehen

WannWas
1. Halbjahr 2020Finalisierung des Detailkonzepts
2. Halbjahr 2020Erste Datenauswertung
Ab Schuljahr 2021/22Erste Evaluationserhebungen möglich

Rechtliche Grundlagen

Dieser Inhalt richtet sich an

Oberstufenlehrperson, Primarlehrperson,