Ausbruchsmanagement

Eine Ausbruchsuntersuchung wird vom Departement Gesundheit und Soziales mit einer Verfügung angeordnet, wenn drei und mehr bestätigte Fälle innerhalb von 7 Tagen in einer Klasse auftreten. Es sind altersstufenabhängige Sofortmassnahmen umzusetzen und die gesamte Klasse inklusive Lehrpersonen wird auf Covid-19 getestet.

Seit dem 1. November 2021 gilt keine allgemeine Maskenpflicht mehr. Gleichzeitig tritt ein optimiertes Ausbruchsmanagement in Kraft. Die konsequente Umsetzung der Hygiene- und Schutzmassnahmen sowie klare Abläufe und Regeln für den Fall, dass Schülerinnen und Schüler oder Lehrpersonen an Covid-19 erkranken, tragen zu einem möglichst ungestörten Schulbetrieb und dem Schutz vor Ansteckungen bei.

Die wichtigste Gelingensbedingung ist, dass Schulen alle ihr zur Kenntnis gebrachten positiven Testergebnisse bei Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen und weiterem Schulpersonal via Webformular im Schulportal ans "Team Testen" melden. Auch im Rahmen des repetitiven Testens entdeckte Fälle werden auf diesem Weg gemeldet.

Fallmeldungen

Vorgehen je nach Anzahl Fälle
Anzahl Fälle in KlasseVorgehen
1 oder 2 bestätigte Fälle
  • Isolation für positiv getestete Person
  • Quarantäne für enge Kontaktpersonen
  • keine weiteren Massnahmen für Klasse
3 und mehr bestätigte Fälle
  • Isolation für positiv getestete Person
  • Quarantäne für enge Kontaktpersonen
  • obligatorisches Ausbruchsmanagement
    (Sofortmassnahmen und Spucktest für Klasse)

Elemente Ausbruchsmanagement

Sofortmassnahmen bei drei oder mehr Fällen

  • Verzicht auf Kontaktsportarten und Singen im Klassenverband in der betroffenen Klasse während 10 Tagen.
  • Kindergarten bis und mit 4. Primarklasse: Kein gemischter Unterricht mit anderen Klassen und Pausen nur innerhalb der Klasse oder im Freien, wenn genügend Abstand (mind 1.5 Meter) zu anderen Klassen gewährt werden kann.
  • Ab der 5. Primarklasse: Zehn Tage Maskenpflicht (gemäss den gültigen BAG Regeln) für die ganze Klasse.

Ergeben sich aus dem Klassentest keine weiteren positiven Fälle, werden diese Sofortmassnahmen umgehend aufgehoben.

Obligatorischer Klassentest

Alle Schülerinnen und Schüler der betroffenen Klasse werden getestet. Die Tests finden in Form von Speicheltests vor Ort statt. Schulen, die am repetitiven Testen teilnehmen, führen diese, koordiniert durch das "Team Testen" des DGS selbständig durch, da sie das nötige Material sowie das nötige Wissen (analog Nachtesten) haben. Bei Schulen, die nicht am repetitiven Testen teilnehmen, übernimmt das "Team Testen" (DGS) die Durchführung.

Wer dem obligatorischen Klassentest nicht Folge leistet, bekommt eine Verfügung des Kantonsärztlichen Diensts und begibt sich für 10 Tage in Quarantäne. Dies gilt nicht für Geimpfte und Genesene. Sie sind von der Quarantäne ausgeschlossen.

Informationen und Anleitungen zum Prozess

Leitfaden

Der Leitfaden beschreibt den Umgang mit Covid-19-Fällen an Schulen detailliert. Er dient insbesondere als Anleitung für die Ausbruchsuntersuchungen vor Ort.

Leitfaden für Volksschulen: Umgang mit Covid-19-Fällen an Schulen (Stand: 04.11.2021) (PDF, 774 KB)

Checkliste Gesprächsvorbereitung

Die Checkliste dient der Covid-19-verantwortlichen Person für die Gesprächsvorbereitung mit dem Team Testen.

Checkliste (PDF, 1 Seite, 21 KB)

Elterninformationen

Mit der Elterninformation (übersetzt in 13 Sprachen) können Eltern über das ab 1. November geltende Vorgehen grundsätzlich orientiert werden.