Im Rahmen des Projekts Koneksa wird ab Schuljahr 2026/27 die Basis-Schulverwaltungslösung PUPIL@AG kantonsweit eingeführt, welche Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt wird und von diesen verpflichtend zu nutzen ist. Ziel der Einführung von PUPIL@AG ist die kantonsweite Förderung und Vereinfachung des Datenaustausches zwischen Schulen untereinander sowie mit dem Kanton.
Die neue Schulverwaltungslösung besteht aus einem Basismodul sowie optionalen Modulen, zum Beispiel für die Elternkommunikation. Während die Zusatzmodule von der Pupil AG kostenpflichtig und optional bezogen werden können, wird das Basismodul PUPIL@AG den Schulen kantonsweit kostenlos zur Verfügung gestellt und muss verpflichtend genutzt werden.
Im Schuljahr 2025/26 wird die kantonale Basis-Schulverwaltungslösung PUPIL@AG an ausgewählten Schulen getestet und anschliessend angepasst. Ab Schuljahr 2026/27 bis Ende Schuljahr 2027/28 erfolgt die gestaffelte Einführung von PUPIL@AG an allen Volksschulen des Kantons.
Die Einführung einer kantonalen Basis-Schulverwaltungslösung ist ein Ziel des Projekts Koneksa.
Hervorgehoben:Das ändert sich mit dem neuen Volksschulgesetz
Ab dem 1. August 2026 tritt im Kanton Aargau das neue Volksschulgesetz (VSG) in Kraft. Mit dem neuen Gesetz erhält das Departement BKS die Möglichkeit, Schulträger zur Nutzung bestimmter digitaler Infrastruktur zu verpflichten. So müssen Aufgaben die vorher in LehrerOffice erledigt wurden, ab Einführung von PUPIL@AG an der Schule neu in PUPIL bearbeitet werden. Dies beinhaltet:
die Erstellung der Beurteilungsinstrumente
die Datenlieferung an Statistik Aargau
der Förderprozess an Sonderschulen
Ausserdem kann das Departement BKS mit dem neuen Gesetz verbindliche Datenaustauschstandards definieren. Diese sind mit der flächendeckenden Einführung von PUPIL@AG erfüllt.
Basismodul
Das Basismodul PUPIL@AG der kantonalen Schulverwaltungslösung wird LehrerOffice sowie LehrerOffice Zusatz im Kanton Aargau zukünftig vollständig ersetzen. Grund dafür ist die Entscheidung der CMI AG, die LehrerOffice-Produkte zwar weiterzubetreiben aber nicht mehr weiterzuentwickeln. Daher wird LehrerOffice ab Schuljahr 2028/29 nicht mehr vom Kanton finanziert.
Stattdessen wird ab Schuljahr 2026/27 die neue Basis-Schulverwaltungslösung PUPIL@AG eingeführt, welche die Funktionalitäten von LehrerOffice und LehrerOffice Zusatz enthält. So wird neu die Erstellung der Beurteilungsinstrumente, die Datenlieferung an Statistik Aargau oder der Förderprozess für Sonderschulen in PUPIL bearbeitet. Funktionen, welche vorher in LehrerOffice erledigt wurden, müssen demnach neu im Basismodul bearbeitet werden. LehrerOffice kann jedoch bis zur vollständigen Umstellung auf die kantonale Schulverwaltungslösung bis Ende Schuljahr 2027/28 weiterhin genutzt werden.
Funktionen Basismodul
Das Basismodul PUPIL@AG unterstützt sowohl die Schulverwaltung, die Schulleitung als auch Lehrpersonen im Schulalltag. PUPIL fungiert dabei vollkommen webbasiert und kann plattformunabhängig genutzt werden. Somit muss die Software nicht heruntergeladen werden, sondern wird per Webbrowser aufgerufen. Zusätzlich werden Softwareupdates und kantonale Anpassungen automatisch übernommen.
Wie aus folgender Grafik "Basismodul" (PNG, 110 KB) ersichtlich wird, gliedert PUPIL@AG sich dabei in fünf Hauptbereiche mit jeweiligen Unterfunktionen: den Teil Schulverwaltung, den Bereich Schulalltag / Lehrpersonen, den Teil Master Data, den Bereich Adressbuch / Listen sowie den Bereich Schulleitungen.
Die wichtigsten Module von PUPIL mit ihren jeweiligen Funktionen werden nachfolgend genauer erläutert.
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Schulverwaltung
PUPIL@AG unterstützt bei Prozessen wie dem Eintritt oder Übertritt von Schülerinnen und Schülern. Da PUPIL@AG kantonsweit das heute im Einsatz stehende CMI LehrerOffice ablösen wird, wird neu auch die Statistikmeldung BISTA in PUPIL erstellt.
GIS Map
GIS Map vereinfacht die Klassenbildung, indem Schülerinnen und Schüler auf Basis ihrer Adresse auf einer Karte einem Schulhaus zugeordnet werden. Aufgrund dieser Zuteilung sowie unter Berücksichtigung weiterer Kriterien wie Klassenkonstellationen oder Elternwünsche kann die Zuweisung zu einer bestimmten Klasse erfolgen. Schülerinnen und Schüler können neben dem Einzugsgebiet auch manuell einem Schulhaus zugeteilt werden.
In PUPIL gespeicherte Daten können mit der Stammdatenüberprüfung einem bestimmten Personenkreis zur Prüfung, Kontrolle und Ergänzung zur Verfügung gestellt werden (z.B. Brief an Eltern bei Anmeldung). Die durch die Erziehungsberechtigten mutierten Daten können wieder in PUPIL zurückgelesen werden.
Hier können Arzt- oder Zahnarztbesuche pro Schülerin oder Schüler in den Stammdaten hinterlegt werden. Diese Besuche können pro Schülerin und Schüler manuell erfasst sowie mutiert werden.
Das Personendossier ermöglicht die Erfassung und Kontrolle von schützenswerten, sensiblen Personendaten. Im Personendossier können beliebige Daten (bspw. Erziehungsberechtige) und Dokumente (bspw. Abklärungsberichte) zu einer spezifischen Person abgelegt werden. Je nach Rolle im System sind Schreibberechtigungen oder Leseberechtigungen für das Personendossier möglich. Die Ablagestruktur sowie die zugehörigen Rechte lassen sich durch den Schulträger individuell konfigurieren
PUPIL@AG ist eine moderne Softwarelösung, die Lehrpersonen im Schulalltag umfassend unterstützt – von der Unterrichtsvorbereitung über die Absenzverwaltung bis hin zur Dokumentation von Gesprächen mit Eltern oder zur Förderplanung. Da PUPIL@AG künftig das bisher eingesetzte CMI LehrerOffice im gesamten Kanton ersetzt, werden neu alle Beurteilungen und Förderplanungen – auch an Sonderschulen – direkt in PUPIL erstellt und verwaltet.
Das folgende Video gibt einen kurzen Einblick in die wichtigsten Funktionen von PUPIL im Bereich Schulalltag / Lehrpersonen.
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Absenzen
Lehrpersonen können Absenzen rasch und unkompliziert eintragen. Diese Informationen stehen allen beteiligten Lehrpersonen direkt zur Verfügung. Absenzen werden ausserdem automatisch für das Zeugnis berücksichtigt.
Mit PUPIL können sowohl summative Beurteilungen (z. B. Prüfungen) als auch formative Rückmeldungen zum Lernstand erfasst werden. Mittels grafischer Darstellung der Beurteilungsanlässe wird zudem das Setzen der Zeugnisnote unterstützt.
Der integrierte Förderplaner unterstützt Lehrpersonen bei der Erfassung und Planung individueller Fördermassnahmen. Diese werden automatisch im Schülerdossier dokumentiert und chronologisch abgelegt.
Das Journal dient zur Erfassung von fachlichen und überfachlichen Beobachtungen – für einzelne Lernende, Gruppen oder ganze Klassen. Die Einträge lassen sich filtern und strukturieren, zum Beispiel nach Fach, Lernendem oder Status.
Mit dem digitalen Schulplaner können Lektionen und Lektionsreihen übersichtlich geplant werden. Lehrpersonen können ihre Planung mit Kolleginnen und Kollegen teilen und mit Kompetenzen, Hausaufgaben oder Inhalten ergänzen.
Für schulische Anlässe wie Elternabende, Lager oder Kurse können online Anmeldungen erfasst werden – mit Begrenzungen und Wartelisten. Die Daten lassen sich bei Bedarf als PDF, Excel oder CSV exportieren.
Im Modul Master Data können alle Personen-Stammdaten in einer Übersicht verwaltet und bearbeitet werden. Diese Daten können entweder direkt in PUPIL erfasst, oder von Umsystemen importiert werden. Ausserdem können die in der Master Data gespeicherten Daten in andere Umsysteme wie Office365 synchronisiert werden. Somit ist das Modul Master Data Dreh- und Angelpunkt sämtlicher in PUPIL verwendeter Daten.
Daten können umfangreich gefiltert werden und direkt Aktionen auslösen, wie beispielsweise Massenmutationen, Drucken, Exportieren oder Etiketten erstellen. Auch kann im Modul Master Data die Klassenzusammensetzung mittels Stichtagsbetrachtung angezeigt werden.
Mittels dem Modul Adressbuch / Listen können Lehrpersonen einfach Listen erstellen und abrufen. Dies beinhaltet beispielsweise Klassen- oder Gruppenlisten. Der Fokus liegt dabei auf den Schülerinnen und Schülern und die mit ihnen zusammenhängenden Informationen.
Das Modul Schulleitung beinhaltet eine Agenda sowie eine Dokumentenablage, in die Reglemente und Formulare abgelegt und Mitarbeitenden freigegeben werden können.
Agenda
Die Agenda dient der Erstellung von Terminen für einen internen oder externen Empfängerkreis.
Die Schulträger können bei Bedarf weitere Module optional auf eigene Rechnung beziehen. Interessierte Schulen wenden sich dafür direkt an die Pupil AG, mit der sie hier einen Termin vereinbaren können. Für die Implementierung und die Nutzung dieser Module werden separate Verträge zwischen der Pupil AG und dem Schulträger abgeschlossen.
Der PUPIL Connect ist das Kommunikationstool von PUPIL. In Kombination mit dem Elternportal bieten sich für Schulen diverse Möglichkeiten, den Informationsaustausch mit den Eltern zu digitalisieren.
Im Rahmen der Konzeption wird das Projektteam in den nächsten Monaten die Funktionen und Werkzeuge für den Sonderschulbereich genauer definieren.
Raumverwaltung
Das Modul Raumverwaltung unterstützt die Inventarisierung in Schulen. Die Unterteilung erfolgt in Standorte, Gebäude und Räume. Diesen können spezifische Geräte zugewiesen werden.
Bei der Erfassung neuer Geräte können folgende Angaben festgehalten werden: z.B. Räumlichkeit, Bezeichnung etc. Je nach erfasstem Typ können weitere Angaben hinterlegt werden, wie beispielsweise der Kaufpreis oder zuständige Personen im Falle einer technischen Unterstützung.
Tagesstruktur
Mit dem Modul Tagesstruktur kann die Planung, Verwaltung und Durchführung der Betreuung digitalisiert werden. Das Modul erlaubt die Erfassung von unterschiedlichen Standorten. Zudem können Tarife je Angebot und Schülerin oder Schüler definiert werden, um die Rechnungsstellung zu erleichtern. Der Registrierungs- und Anmeldeprozess für Eltern kann digital über das obig vorgestellte Modul Elternportal erfasst werden.
Das Modul Fallführung hilft der Schulsozialarbeit, ihre Fälle (beispielsweise Beratungstermine, Runde Tische, Klasseninterventionen) strukturiert zu erfassen und mit der Schulleitung bzw. der Schulbehörde abzurechnen. Das Modul erleichtert die Beurteilung einzelner Lernenden, wobei Beratungsverläufe, Zielvereinbarungen und Aufträge, auch durch das spezifische Erfassen von Themen, festgehalten werden können.
Mit dem Modul Musikschule können sämtliche Arbeitsabläufe rund um die Musikschule in der Schulverwaltung digitalisiert werden. So kann die Semesterplanung / Jahresplanung inkl. Wartelisten, An- und Abmeldungen sowie die Umlegung ganzer Kurse durchgeführt werden. Dabei kann sowohl ein Einheitstarif als auch ein individuelles Tarifsystem hinterlegt werden.
PUPIL@AG wird in die bestehende Systemlandschaft eingebunden, damit Daten zwischen Schulen, Gemeinden und weiteren Systemen zuverlässig ausgetauscht werden können. Die an PUPIL@AG angebundenen Schnittstellen, welche im Projekt bereitgestellt werden, sind im Folgenden erläutert. Schnittstellen, die unidirektional sind, fliessen nur in eine Richtung (also von X entweder in PUPIL@AG oder aus PUPIL@AG nach X). Bidirektionale Schnittstellen fliessen in beide Richtungen.
Unter anderem wurden bereits realisiert:
M365/Azure Active Directory: unidirektional, aus PUPIL@AG ausgehend
zur Authentifizierung und Benutzerverwaltung
Apple School Manager: unidirektional, aus PUPIL@AG ausgehend
Zur Benutzerverwaltung für Schulen mit Apple Geräten
PULS (Personalstammdaten): unidirektional, in PUPIL@ AG eingehend
zum Abrufen von Stammdaten der Lehrpersonen und weiteren Angestellten
Aktuell ausgearbeitet werden:
Statistik Aargau: unidirektional, aus PUPIL@AG ausgehend
Datenlieferung für die Bildungsstatistik
Kantonales Einwohnerregister: unidirektional, in PUPIL@ AG eingehend
zum Abrufen von Stammdaten zu SuS und Erziehungsberechtigten
Externe Fachlösungen: unidirektional, aus PUPIL@AG ausgehend
zum Grunddaten für externe Systeme zur Verfügung stellen
Rollen und Berechtigungen in PUPIL@AG
In PUPIL@AG werden Zugriffe auf Daten rollenbasiert gesteuert, so dass jede Nutzerin und jeder Nutzer nur jene Daten und Funktionen sieht, die für die eigenen Aufgaben notwendig sind. Berechtigungen werden über drei Ebenen gesteuert:
Standortberechtigungen: auf welche Standorte des Schulträgers kann ich zugreifen?
Feldberechtigungen: welche Daten kann ich sehen und / oder verändern?
Personenzugriff: welche Personen kann ich sehen?
Neben diesen drei Berechtigungsebenen wird die Vergabe von Zugriffen zusätzlich über kantonal standardisierte Haupt- und Prozessrollen gesteuert. Diese Unterteilung stellt sicher, dass nicht jede Tätigkeit und jeder Prozess einzeln freigegeben werden muss. Stattdessen wird ein Set an standardisierten Hauptrollen angeboten, welches die wichtigsten Berechtigungen enthalten, um die in der Rolle relevanten Funktionen auszuführen. In PUPIL@AG sind folgende Hauptrollen voreingestellt:
Schülerinnen und Schüler
Erziehungsberechtigte
Gesamtschulleitung
Schulleitung
Fachspezialist Schulleitung
Lehrperson
Assistenzperson
Heilpädagogisches Personal
Therapie
Schulverwaltung
Schulbehörde / Gemeinderat
Schulsozialarbeit
Hausaufgabenhilfe
Gesundheitsdienste
Nicht pädagogisches Personal
Hausdienst
Anmerkung: Rollen im Bereich der Schulverwaltung dürfen nicht mit pädagogischen Rollen gemeinsam vergeben werden. Dies dient dem Datenschutz.
Neben diesen Hauptrollen existieren Prozessrollen, die einer Person zusätzliche Berechtigungen für einen bestimmten Prozess freischalten (z.B. eine Lehrperson erhält neben der Hauptrolle "Lehrperson" zusätzlich die Prozessrolle "PICTS").
Support für Basismodul von PUPIL@AG
Ab August 2026 koordiniert das Departement BKS den Einführungsprozess und unterstützt bei Bedarf die Schulen direkt. Dieser Support bezieht sich nur auf das Basismodul.
1st Level Support durch schulinterne Superuser
Die Superuser sind für den 1st Level Support in der jeweiligen Schule verantwortlich. Somit wenden sich Endbenutzer bei Störungen oder Anfragen immer direkt an die Superuser. Zusätzlich sind Superuser für die Benutzer-, Passwort-, Berechtigungs- und Rollenverwaltung innerhalb der Schulverwaltungslösung an den Schulen vor Ort verantwortlich. Ausserdem stellen sie den Wissenstransfer sicher und geben Schulungen für neue Mitarbeitende oder bei Neuerungen und Updates von PUPIL@AG. Auch informieren sie schulintern IT-Verantwortliche über bevorstehende Updates und testen neue Software-Releases selbst.
Diese Superuser sind idealerweise pro Schuleinheit, Schulhaus oder Schulstufe (für Lehrpersonen) sowie pro Schulverwaltung organisiert. Die genaue Rollenbesetzung liegt in der Hoheit der Schulträger.
2nd Level Support durch das Departement BKS
Können die Superuser die Anfrage nicht lösen, kontaktieren sie den 2nd Level Support, der durch das Departement BKS gestellt wird (erreichbar unter pupil@ag.ch oder 062 835 26 03). Der 2nd Level Support darf nur von den Superusern der jeweiligen Schule kontaktiert werden. Neben Supportleistungen koordiniert der 2nd Level Support auch Schulungen für verschiedene Anspruchsgruppen. Kann der 2nd Level Support des Departements BKS die Anfrage nicht lösen, kontaktiert er den 3rd Level Support.
3rd Level Support durch Pupil AG
Der 3rd Level Support wird durch die Pupil AG wahrgenommen. Sie ist für komplexere Fragestellungen verantwortlich und sorgt für eine reibungslose Störungsbehebung.
Häufige Fragen (FAQ)
Rund um die Einführung von PUPIL@AG tauchen immer wieder Fragen auf, welche an dieser Stelle beantwortet werden.
Sind die Anwendungen des Basismoduls für Sonderschulen gleich?
Das Basismodul von PUPIL@AG ist sowohl für Regel- als auch für Sonderschulen gleich.
Für welche Funktionen müssen Schulen das Basismodul der Pupil AG verpflichtend nutzen?
Funktionen, welche vorher in LehrerOffice erledigt wurden, müssen neu im Basismodul bearbeitet werden.
Dies beinhaltet:
Erstellung der Beurteilungsinstrumente
Datenlieferung an Statistik Aargau
Förderprozess an Sonderschulen
Welche Kosten entstehen durch die Einführung des Basismoduls?
Grundsätzlich keine Kosten, da Anschaffung sowie Betrieb der Basis-Schulverwaltungslösung PUPIL vom Kanton übernommen werden.
Kosten entstehen nur,
wenn Schulen ihre bereits bestehende Lösung (z.B. von CMI) weiterhin nutzen wollen und Schnittstellen zu der Kantonslösung PUPIL bauen müssen.
wenn Schulen ihre bereits bestehende Lösung weiterhin nutzen wollen und Daten aus dieser Lösung in die Kantonslösung PUPIL migrieren müssen.
wenn Schulen weitere optionale Module der kantonalen Schulverwaltungslösung (z.B. im Bereich Musikschulen oder Elternkommunikation) nutzen wollen.
wenn die Kündigung bestehender Verträge (z.B. von optionalen Modulen) Kosten auslöst.
Welcher Vorteil entsteht für Schulen, die komplett auf die kantonale Schulverwaltungslösung PUPIL umsteigen?
Einsparung von Kosten: Schulen erhalten das kantonale Basismodul kostenlos zur Verfügung gestellt.
Medienbruchfrei: Schulen können alle Funktionen in einer einzigen Lösung bearbeiten.
Investitionsschutz: das kantonale Basismodul PUPIL wird in den nächsten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt.
Sollen Schulen weiterhin in ihre Systeme investieren oder warten, bis die kantonale Lösung eingeführt wird?
Es wird empfohlen, voll auf die für Schulen kostenlose Basis-Schulverwaltungslösung PUPIL@AG umzusteigen.
Neue Investitionen sind nur dann sinnvoll, wenn diese bis zum Slotstart der Einführung von PUPIL@AG an der jeweiligen Schule notwendig sind.
Bei Bedarf können Schulträger neben der Basis-Schulverwaltungssoftware weitere kantonale Module von PUPIL (siehe Grafik "optionale Module") optional auf eigene Rechnung beschaffen und Einzelverträge mit der Pupil AG abschliessen.
Können Schulen ihre bestehende Schulverwaltungslösung weiterhin nutzen?
Ja, dies ist möglich.
Jedoch existiert kein automatischer Datenaustausch zur kantonalen Basis-Schulverwaltungslösung PUPIL@AG. Daher muss eine Schnittstelle kostenpflichtig geschaffen werden oder es müssen zwei Systeme gleichzeitig gepflegt werden.
Wichtig: Auch wenn eine Schule weiterhin ihre eigene Schulverwaltungslösung nutzt, muss sie verpflichtend das kantonale Basismodul PUPIL@AG zusätzlich nutzen.
Müssen Schulen für die Nutzung des Basismoduls PUPIL@AG zusätzliche Infrastruktur aufbauen?
Nein, denn es handelt sich beim Basismodul um eine Software-as-a-Service-Lösung, welche webbasiert (z.B. via Edge, Chrome etc.) abgerufen werden kann.
Bis wann kann ich LehrerOffice noch nutzen?
LehrerOffice wird von der Firma CMI zwar weiterhin betrieben, aber nicht mehr weiterentwickelt.
Die Nutzung wird vom Kanton bis Ende Schuljahr 2027/28 wie bisher finanziert.
In den Schuljahren 2026/27 und 2027/28 erfolgt die gestaffelte Einführung der neuen kantonalen Schulverwaltungslösung, welche LehrerOffice ersetzt und von allen Schulen verpflichtend genutzt werden muss.
Ab Schuljahr 2028/29 finanziert der Kanton nur noch die Nutzung der neuen Schulverwaltungslösung.
Was geschieht mit der vorhandenen LehrerOffice-Datenbank?
Wichtig: Die Lizenzgebühren für LehrerOffice werden noch bis Ende Schuljahr 2027/28 vom Kanton Aargau übernommen.
LehrerOffice wird aktuell an den Schulen in zwei verschiedenen Varianten betrieben:
1. Die Schule nutzt das DB-Hosting von CMI AG:
Empfohlenes Vorgehen: Das DB-Hosting wird nach Einführung von PUPIL@AG an der jeweiligen Schule mit wenigen Benutzern weiter betrieben. Pro Benutzer und Jahr fallen Kosten von CHF 42.- an.
Alternatives Vorgehen: Das DB-Hosting wird nach Einführung von PUPIL@AG an der jeweiligen Schule gekündigt und die Datenbank wird mit einer Einzelplatzlizenz auf einem eigenen Server betrieben. Neben den internen Serverkosten wird für die Datenrückgabe von CMI AG laut Vertrag zum Datenbank-Hosting eine Pauschale von CHF 360.- verrechnet.
Will die Schule auch über das Schuljahr 2027/28 hinaus LehrerOffice nutzen, muss sie dafür auf eigene Kosten zusätzlich neben den Hostingkosten eine Lizenz lösen.
2. Die Schule hostet die Datenbank auf eigenen Servern:
Die Lizenzgebühren werden noch bis Ende Schuljahr 2027/28 vom Kanton Aargau übernommen. An den Kosten ändert sich bis dahin nichts.
Will die Schule auch über das Schuljahr 2027/28 hinaus LehrerOffice nutzen, muss sie dafür auf eigene Kosten eine Lizenz lösen.
Werden Schulen bei der Datenmigration von LehrerOffice zu PUPIL unterstützt?
Ja, die Schulen erhalten Unterstützung.
Um die Datenmigration erfolgreich zu gestalten, erfolgt die Einführung der Schulverwaltungslösung PUPIL@AG gestaffelt in jeweils dreimonatigen Slots. Jede Schule wird während ihrem Dreimonatsslot engmaschig betreut.
Seitens Pupil AG wird jeder Schule eine direkte Ansprechperson zugeteilt, die für die Migration an dieser Schule zuständig ist.
Seitens BKS wird der Einführungsprozess übergeordnet koordiniert und bei Bedarf die Schulen ebenfalls direkt unterstützt.
Welche Funktionen sind nicht Teil des für die Schulträger kostenlosen Basismoduls von PUPIL?
Alle Funktionen, welche sich der Grafik "optionalen Module" entnehmen lassen.
Nicht Teil des kostenlosen Basismoduls sind damit:
Elternkommunikation / Elternportal
Ressourcenverwaltung (z.B. Raum, Material etc.)
Sonderschulen (erweiterte Funktionen)
Tagesstruktur / Mittagstisch
Schulsozialarbeit
Musikschule
Diese weiteren Module können von Schulen bei der Pupil AG optional auf eigene Rechnung bezogen werden.
Beinhaltet das kantonale Basismodul von PUPIL ein Tool zur Elternkommunikation?
Nein, ein Elternkommunikationswerkzeug ist nicht Teil des kantonalen Basismoduls.
Allerdings enthält die kantonale Schulverwaltungslösung PUPIL@AG ein kostenpflichtiges, in das Basismodul integriertes Elternkommunikationswerkzeug, dass von Schulträgern optional bezogen werden kann.
Schulen mit bestehender Lösung können grundsätzlich ihr Tool für die Elternkommunikation weiterhin nutzen.
Wird es eine Schnittstelle zwischen PUPIL@AG und Klapp geben?
Ja, es gibt eine Schnittstelle (API).
Die Schnittstelle überträgt Klassen, Gruppen, die dazugehörenden Schülerinnen und Schüler, deren Erziehungsberechtigten sowie die Lehrpersonen von PUPIL an Klapp.
Die Kosten für die Realisierung und Betrieb dieser Schnittstelle werden über die gesamte Laufzeit vom Kanton getragen.
In der öffentlichen Ausschreibung wurde hingegen festgelegt, dass über die Schnittstelle zu Fachlösungen (z.B. Klapp) keine Daten (z.B. Absenzen und Stammdaten) zurück an PUPIL gesendet werden.
Kann ich als Schule bei der Einführung des Basismoduls bereits die weiteren Module beziehen?
Ja, die weiteren Module von PUPIL sind bereits entwickelt und können bei Bedarf mit der Einführung des Basismoduls bezogen werden.
Bei Interesse können Schulträger auch gewisse PUPIL-Module vorzeitig beziehen.
Dazu müssen Schulen Einzelverträge direkt mit der Pupil AG abschliessen.
Bei Interesse kann frühzeitig eine Terminanfrage an die Pupil AG geschickt werden.
In welchem Zeitraum ist die Umsetzung des Projekts geplant?
Ab Q4/2025 bis Sommer 2026 wurde die kantonale Basis-Schulverwaltungslösung PUPIL@AG an ausgewählten Schulen getestet (Pilotphase).
Ab Schuljahr 2026/27 erfolgt die gestaffelte Einführung der kantonalen Basis-Schulverwaltungslösung in allen Volksschulen des Kantons (Einführungsphase). Der genaue Slot je Schulträger kann dieser Tabelle entnommen werden.
Gibt es Schulungen zur Nutzung von PUPIL?
Ja, es werden frühzeitig vor Beginn des Einführungsslots Schulungen angeboten. Die Schulungstermine stehen bereits fest.
Die Schulungen für die Schulverwaltungssoftware PUPIL@AG erfolgen nach dem Train-the-Trainer-Prinzip. Das heisst, die Pupil AG schult in einem ersten Schritt die Trainer in den Bereichen Schulverwaltung und Schulalltag, welche wiederum ihr Wissen an die User in den jeweiligen Bereichen weitergeben.
Die Pupil AG stellt zusätzlich eLearnings zur Verfügung, die von allen Anwendenden absolviert werden können und die Trainer im Schulungsprozess unterstützen.
Wo werden die Daten gespeichert?
Daten werden in zertifizierten Servern mit Standort Schweiz gespeichert.
Schulen müssen keine eigenen Server mehr haben.
Gibt es die Möglichkeit, vom Einwohnerdienst Daten für die kantonale Basislösung zu übernehmen?
Ja, es wird eine Schnittstelle geschaffen. Weitere Informationen können dem Abschnitt zu den Schnittstellen entnommen werden.
Wie ist das weitere Vorgehen mit ALSA?
Derzeit ist nicht geplant, ALSA in das Basismodul zu integrieren.
Eingegebene Stammdaten werden von ALSA automatisch an das kantonale Basismodul PUPIL@AG weitergeleitet.