Gemäss bisherigem Lehrplan

Die Zeugnisnoten entscheiden über die Beförderung in die nächst höhere Klasse. Für die Übertritte innerhalb der Volksschule gilt ein Empfehlungsverfahren; der Übertritt in die Mittel- und Berufsmittelschulen erfolgt prüfungsfrei.

Die 2. und 3. Klassen der Oberstufe im Schuljahr 2020/21 bzw. die 3. Klassen der Oberstufe im Schuljahr 2021/22 werden noch nach dem bisherigen Lehrplan unterrichtet. Für sie gelten die bisherigen Promotions- und Übertrittsverfahren. Für alle übrigen Klassen gelten die Promotions- und Übertrittsverfahren nach dem neuen Aargauer Lehrplan

Promotions- und Übertrittsverfahren nach neuem Lehrplan

Im Folgenden sind weiterführende Informationen zu den Promotions- und Übertrittsverfahren für die 2. und 3. Klassen der Oberstufe im Schuljahr 2020/21 bzw. für die 3. Klassen der Oberstufe im Schuljahr 2021/22 zu finden.

Promotion an der Oberstufe

In der Aargauer Volksschule werden die Fächer in promotionswirksame Kern- und Erweiterungsfächer sowie in nicht promotionswirksame weitere Fächer unterschieden. Ab der 2. Klasse der Primarschule sind die Voraussetzungen für die Beförderung in die nächst höhere Klasse erstens ein ungerundeter Durchschnitt der Zeugnisnoten von mindestens 4 in den Kernfächern und zweitens ein ungerundeter Durchschnitt der Zeugnisnoten von mindestens 4, der sich aus dem Durchschnitt der Kern- und dem Durchschnitt der Erweiterungsfächer errechnet. Die folgende Darstellung gibt einen Überblick über die Kern-, Erweiterungs- und weiteren Fächer:

Repetition an der Oberstufe

Repetitionen aufgrund eines Nichterfüllens der Promotionsanforderungen sind in der Oberstufe in der 1. und 2. Klasse der Realschule möglich. Bezirks- bzw. Sekundarschülerinnen und -schüler, welche die Promotionsbedingungen nicht erfüllen, wechseln von der Bezirks- in die Sekundarschule bzw. von der Sekundar- in die Realschule. Grundsätzlich nicht vorgesehen ist die Repetition der letzten Klasse der Oberstufe.

Weitere Informationen für Schulen zum Vorgehen bei Repetitionen sowie Beispiele für einen formellen, schriftlichen Laufbahnentscheid (Repetition, Übertritt) der Schulpflege sind in der Handreichung für Schulen "Leistungen beurteilen und ausweisen" zu finden (siehe "Mehr zum Thema").

Wechsel des Leistungstyps an der Oberstufe

Der Wechsel in einen Leistungstyp der Oberstufe mit höheren Anforderungen erfolgt über das Empfehlungsverfahren. Schülerinnen und Schüler mit ausserordentlich guten Leistungen in den Kernfächern können mit Empfehlung der Klassenlehrperson bereits nach dem ersten Semester der 1. Oberstufenklasse ohne Repetition eines Schuljahrs in den nächst höheren Leistungstyp wechseln. Zusätzlich ist ein Wechsel des Leistungstyps via Empfehlung der Klassenlehrperson am Ende jedes Schuljahrs möglich. Typenwechsel in den höheren Leistungstyp am Ende des Schuljahrs können mit oder ohne Repetition eines Schuljahrs erfolgen, wobei der Wechsel ohne Repetition von der Schulpflege zu prüfen ist.

Übertritt und Anmeldung an Mittel- und Berufsmittelschulen

Schülerinnen und Schüler der Bezirks- und Sekundarschule werden auf der Grundlage ihrer Noten im Zwischenbericht bzw. Jahreszeugnis in die Wirtschafts-, Informatik- und Fachmittelschule (WMS, IMS, FMS) und in die Berufsmittelschule mit Berufsmaturität (BMS) aufgenommen.

Schülerinnen und Schüler der Bezirksschule haben zusätzlich die Möglichkeit, sich mittels ihrer Noten im Zwischenbericht bzw. Jahreszeugnis für das Gymnasium zu qualifizieren.

Die Fächer, die für die Aufnahme zählen, sind für die Bezirksschülerinnen und -schüler dieselben wie für die Sekundarschülerinnen und -schüler.

An den Mittelschulen (Gymnasium, WMS, IMS, FMS) werden in der Regel nur Schülerinnen und Schüler aufgenommen, die beim Eintritt in die Mittelschule unter 18 Jahre alt sind.

Provisorische und definitive Aufnahme

Erfüllen die Schülerinnen und Schüler die Anforderungen (siehe "Anforderungen für Bezirks- bzw. für Sekundarschülerinnen und -schüler") am Ende des ersten Semesters der Abschlussklasse (Zwischenbericht), werden sie provisorisch in das Gymnasium, in die WMS, IMS und FMS aufgenommen. Dies bedeutet, dass sie im anschliessenden Mittelschultyp eine Probezeit von einem Semester bestehen müssen.

Erfüllen die Schülerinnen und Schüler die Anforderungen am Ende des zweiten Semesters der Abschlussklasse (Jahreszeugnis), werden sie definitiv in das Gymnasium, in die WMS, IMS und FMS aufgenommen.

Die Aufnahme in die BMS ist in beiden Fällen, also bei Erfüllung der Anforderungen am Ende des ersten wie auch am Ende des zweiten Semesters, definitiv.

Anforderungen für Bezirksschülerinnen und -schüler für die Aufnahme in das Gymnasium, in die WMS, IMS, FMS und BMS

Für eine prüfungsfreie Aufnahme in das Gymnasium müssen Schülerinnen und Schüler der Abschlussklasse der Bezirksschule folgende Anforderungen erfüllen:

  • Im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis muss in den Fächern Mathematik und Deutsch mindestens die Note 4,0 erreicht werden.
  • Der Notendurchschnitt im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis muss mindestens 4,7 (auf eine Dezimalstelle gerundet) betragen. Die Noten im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis in Mathematik und Deutsch zählen für die Berechnung dieses Durchschnitts doppelt.

Für eine prüfungsfreie Aufnahme in die WMS, IMS, FMS und BMS müssen Schülerinnen und Schüler der Abschlussklasse der Bezirksschule folgende Anforderungen erfüllen:

  • Im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis muss in den Fächern Mathematik und Deutsch mindestens die Note 4,0 erreicht werden.
  • Der Notendurchschnitt im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis muss mindestens 4,4 (auf eine Dezimalstelle gerundet) betragen. Die Noten in Mathematik und Deutsch zählen für die Berechnung dieses Durchschnitts doppelt.

Berechnung des Notendurchschnitts

Der Notendurchschnitt wird aus folgenden Noten berechnet:

  1. Noten im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis der Abschlussklasse in den Fächern Mathematik (zählt doppelt), Deutsch (zählt doppelt), Französisch, Englisch, Geschichte, Biologie, Chemie
  2. Aus den drei Fächern Bildnerisches Gestalten / Musik / Bewegung und Sport: Es zählen die zwei besseren Noten im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis der Abschlussklasse.
  3. Noten im Jahreszeugnis der zweitletzten Klasse in den Fächern Geografie und Physik

Anforderungen für Sekundarschülerinnen und -schüler für die Aufnahme in die WMS, IMS, FMS und BMS

Für eine prüfungsfreie Aufnahme in die WMS, IMS, FMS und BMS müssen Schülerinnen und Schüler der Abschlussklasse der Sekundarschule folgende Anforderungen erfüllen:

  • Im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis muss in den Fächern Mathematik und Deutsch mindestens die Note 4,0 erreicht werden.
  • Der Notendurchschnitt im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis muss mindestens 5,3 (auf eine Dezimalstelle gerundet) betragen. Die Noten in Mathematik und Deutsch zählen für die Berechnung dieses Durchschnitts doppelt.

Berechnung des Notendurchschnitts

Der Notendurchschnitt wird aus folgenden Noten berechnet:

  1. Noten im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis der Abschlussklasse in den Fächern Mathematik (zählt doppelt), Deutsch (zählt doppelt), Französisch, Englisch, Geschichte, Geografie, Biologie, Physik, Chemie
  2. Aus den drei Fächern Bildnerisches Gestalten / Musik / Bewegung und Sport: Es zählen die zwei besseren Noten im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis der Abschlussklasse.
  3. Je nach schulinterner Organisation: Werden die Fächer Geschichte, Geografie, Biologie, Physik oder Chemie im Abschlussjahr nicht unterrichtet, zählt die entsprechende Note im Jahreszeugnis der zweitletzten Klasse.

Formular zur Berechnung des Notendurchschnitts für die Aufnahme in die Mittel- und Berufsmittelschulen

Mit dem untenstehenden Formular können Schülerinnen und Schüler der Bezirks- und Sekundarschule den benötigten Notendurchschnitt berechnen.

Beschwerdeweg

Bei dem übertrittsrelevanten Notendurchschnitt handelt es sich um einen Laufbahnentscheid, der von der abgebenden Bezirks- bzw. Sekundarschule gefällt wird. Der Beschwerdeweg ist deshalb derselbe wie bei den übrigen Laufbahnentscheiden innerhalb der Volksschule: Kommt zwischen den Eltern und der Lehrperson keine Einigung zustande, hat die zuständige Schulpflege nach Gewährung des rechtlichen Gehörs einen formellen, beschwerdefähigen Laufbahnentscheid zu fällen.

Aufnahme mittels Aufnahmeprüfung

Die Aufnahmeprüfung steht Schülerinnen und Schülern offen, die sich nicht über das prüfungsfreie Verfahren qualifizieren konnten. Für die Aufnahmeprüfung an die WMS, IMS, FMS und BMS zugelassen sind Absolventinnen und Absolventen der Bezirks- und Sekundarschule; die Aufnahmeprüfung an das Gymnasium richtet sich an Bezirksschulabsolventinnen und -absolventen. Ebenfalls an die Aufnahmeprüfung anmelden können sich Schülerinnen und Schüler, die aus einer Privatschule kommen oder neu in den Kanton Aargau ziehen und über eine Vorbildung verfügen, wie sie von der entsprechenden Stufe anderer gleichwertiger Schulen vermittelt wird.

Die Aufnahmeprüfung an das Gymnasium, an die WMS, IMS und FMS kann erst im Folgejahr des Abschlusses der Sekundar- oder Bezirksschule absolviert werden. Die Aufnahmeprüfung an die BMS kann im Abschlussjahr abgelegt werden. Bei allen Aufnahmeprüfungen werden jeweils die Fächer Deutsch, Französisch, Englisch und Mathematik schriftlich geprüft.

Termine

  • Berufsmaturität: Die Aufnahmeprüfung findet am 26. Juni statt. Eine Nachprüfung für am ordentlichen Prüfungstermin entschuldigte Personen findet am 5. August statt.

Anmeldung

Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen der Bezirks- und Sekundarschule können sich mit Zustimmung der Eltern bis zum 28. Februar über die Anmeldeplattform des Departements Bildung, Kultur und Sport (www.ag.ch/mittelschulen > Schultyp > Anmeldung) für die gewünschte Mittelschule anmelden. Die Sekundar- und Bezirksschulen sind ihrerseits dafür zuständig, dass sämtliche für die Anmeldung benötigten Unterlagen fristgerecht und vollständig den entsprechenden Mittel- bzw. Berufsmittelschulen zugestellt werden.

Das folgende Merkblatt zeigt die Abläufe und Zuständigkeiten im Rahmen des Anmeldeprozesses:

Merkblatt Ablauf Anmeldung Mittelschule (PDF, 2 Seiten, 30 KB)

Rechtliche Grundlagen

Dieser Inhalt richtet sich an

Kindergartenlehrperson, Schulpflege,