Projekte

Klimaprogramme und -projekte

Der Kanton unterstützt Schulen im Bereich Klima bzw. Klimawandel bei Sensibilisierungsprogrammen und bei der Umsetzung von Massnahmen.

Um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, hat der Kanton Aargau im Rahmen des Entwicklungsschwerpunkts "Klimaschutz und Klimaanpassung" (600E003) und der kantonalen Klimastrategie Massnahmen erarbeitet, die zur Bewältigung des Klimawandels beitragen. Unter anderem unterstützt er Schulen bei Sensibilisierungsprogrammen und bei der Umsetzung von Massnahmen.

Naturama-Schulprojekt: Schule fürs Klima

© Naturama Aargau

In einem projektartigen Unterricht unter Einbezug der Design-Thinking-Methode entwickeln Schulklassen für ihre Gemeinde Massnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung. Die Klassen werden vom Bildungsteam des Museums "Naturama Aargau" in Aarau unterstützt.

Projekt

Mit diesem Schulprojekt werden Schülerinnen und Schüler für den Klimawandel sensibilisiert und zum Handeln angeregt. Es umfasst zwei Teile:

  • Im ersten Teil erarbeiten sich die Klassen mithilfe verschiedener Unterrichtsmaterialien eine fundierte Wissensgrundlage zur Thematik.
  • Im zweiten Teil analysieren und definieren die Schülerinnen und Schüler anhand von Recherchen und Interviews lokale Klima-Herausforderungen der Gemeinde. In kleinen Forschungsteams entwickeln die Schülergruppen eigene Lösungsansätze.

Die Gemeinden erhalten von den Schülerinnen und Schülern Massnahmenvorschläge in Form von Prototypen oder Konzepten zu den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung. Die Massnahmen werden im Naturama und/oder in digitalen Kanälen präsentiert. Die Ergebnisse sind so auch für andere Schulen und Gemeinden zugänglich.

www.naturama.ch - Schule fürs KlimaDas Linkziel ist nicht barrierefrei. Bitte wenden Sie sich bei Fragen an unsere allgemeine Auskunft: Telefon 062 835 35 35, Montag bis Freitag, 07:30 - 17:00 Uhr.

Unterstützung durch den Kanton

  • Das Angebot eignet sich für Klassen von der 5. – 9. Klasse.
  • Das Projekt wird durch den Kanton finanziert. Die Teilnahme ist für die Schulen kostenlos.
  • Eine Teilnahme ist bis Sommer 2027 möglich. Der Einstieg erfolgt sinnvollerweise bis Sommer 2026.

Hervorgehoben:Kontakt

Departement Bildung, Kultur und Sport, Abteilung Volksschule
Thomas Küng, Tel.: 062 835 21 00, thomas.kueng@ag.ch

"My Blue Planet"- Klimaschule

© MYBLUEPLANET / www.myblueplanet.ch

Der Verein "My Blue Planet" bietet parallel zu seinem vierjährigen Bildungsprogramm "Klimaschule" weitere interessante erlebnisorientierte Unterrichts- und Workshopangebote für Schulen zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Lernmodule und Programme

Im Unterricht, an Aktionstagen, bei Schulbesuchen oder Exkursionen können sich Kinder und Jugendliche aktiv einbringen, Erlebnisse sammeln und sich mit Expertinnen und Experten aus der Forschung und Berufswelt austauschen. Der Verein My Blue Planet bietet für die verschiedensten Schulstufen innovative und erlebnisorientierte Lernmodule. Von Modulen für Klassen oder Schuleinheiten, über Weiterbildungen für Lehrerinnen- und Lehrerteams, bis zum "Energie-Jahr" oder zum vierjährigen Programm "Klimaschule" für ganze Schulen - das Angebot ist vielfältig (siehe Details im Flyer) und kann individuell auf die jeweilige Schulorganisation oder Altersstufe angepasst werden.

Programm "Klimaschule"

Das vierjährige Bildungsprogramm "Klimaschule" von "My Blue Planet" bringt die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit langfristig und erlebnisorientiert in die Schulen. Die Schülerinnen und Schüler setzen konkrete Klimamassnahmen im Umfeld ihrer Schule um. Das Programm beinhaltet eine Crowdfunding-Kampagne, um grössere und wirkungsvolle Projekte für den Klimaschutz zu verwirklichen. Nach erfolgreichem Abschluss der vier Programmjahre und Erfüllung von zehn Kriterien erhalten Schulen das Label "Klimaschule". Es zeichnet Schulen aus, die sich besonders für den Klimaschutz einsetzen.

Um dieses Video anzusehen, benötigen Sie einen aktuellen Browser sowie aktiviertes JavaScript in Ihrem Browser.

Unterstützung durch den Kanton

  • Die Modulangebote und Programme eignen sich für Primarstufe (2. Zyklus) und Oberstufe (siehe auch Details und Preisliste im Flyer).
  • Die Unterstützung des Kantons umfasst die Subventionierung einzelner Lernmodule oder die Anschubfinanzierung ganzer Programmeinheiten bis zu einem Betrag von max. CHF 6'000 pro Schule.
  • Die Unterstützung des Kantons kann bis zu 10 komplette Anschubfinanzierungen von Schulen umfassen.
  • Der Kanton unterstützt einzelne Modulangebote oder einen Programmstart bis Ende 2027.

Hervorgehoben:Kontakt

Departement Bildung, Kultur und Sport, Abteilung Volksschule
Thomas Küng, Tel.: 062 835 21 00, thomas.kueng@ag.ch

"Klimatag" – ein Workshop für Schülerinnen und Schüler

Klimaworkshop im Haus der Zukunft. Ein Projekt von Ideas for Future.

Der "Klimatag" für Schulklassen ist ein interaktives Workshop-Angebot in Winterthur zum Thema "Klimaschutz im Alltag". Die Schülerinnen und Schüler eignen sich Klimawissen an und gewinnen Erkenntnisse aus Experimenten.

Programm

Ein erfahrenes Team begleitet die Schulklassen durch den Tag, weckt die Kreativität und trainiert die Vorstellungskraft der Teilnehmenden. Bereits unterwegs vom Bahnhof zur Workshop-Location aktivieren Mini-Inputs zu Industriegeschichte, Städtebau und Kreislaufwirtschaft die Jugendlichen. Die Schülerinnen und Schüler entdecken das Sulzer-Areal, zwei Geheimgänge und das schönste Parkhaus Europas.

Der Vormittag zeigt, was in Sachen CO₂-Reduktion tatsächlich am meisten bewirkt. Und am Nachmittag werden in kleinen Teams eigene Projektideen zum Klimaschutz entwickelt. Die Workshops finden im Gebäude K.118 auf dem Sulzerareal im Herzen von Winterthur statt. Beim Bau des Gebäudes wurden bereits 60% CO₂ eingespart. Das Gebäude hat damit einen Gold Award gewonnen - und wirkt unglaublich inspirierend. Ein wundervoller Ort, um Neues zu wagen und daraus Wissen und Erkenntnisse zu gewinnen.

www.klimaworkshop.ch

Unterstützung durch den Kanton

  • Das Angebot eignet sich für Oberstufenklassen.
  • Das Projekt wird durch den Kanton finanziert. Die Teilnahme ist für die Schulklassen kostenlos.
  • Es ist ein Kontingent für 20 Schulklassen bis Ende 2027 verfügbar.

Hinweis:Projekte bis 2027 verlängert

Anmeldungen sind per sofort per Mail an volksschule@ag.ch möglich.

Hervorgehoben:Kontakt

Departement Bildung, Kultur und Sport, Abteilung Volksschule
Thomas Küng, Tel.: 062 835 21 00, thomas.kueng@ag.ch

Unterstützungsfonds für Klimaprojekte an Volksschulen

© Kanton Aargau

Der Unterstützungsfonds für Klimaprojekte unterstützt Arbeiten oder Projekte zum Thema Klimaschutz und Klimaanpassung, die von Schülerinnen und Schülern der Volksschule konzipiert und durchgeführt werden.

Prozessablauf

  • Die Schulleitungen und Lehrpersonen können ihre Teams und ihre Schülerinnen und Schüler auf die Unterstützungsmöglichkeit aufmerksam machen.
  • Die Schülerinnen und Schüler beraten die Projektteilnahme und stellen mit einem Kurzbeschrieb und einer Kostenschätzung ihren Antrag auf Unterstützungsbeiträge.
  • Eine Fachperson der Schule zeigt sich für die Projekteingabe beim Kanton verantwortlich.
  • Das Departement Bildung, Kultur und Sport beurteilt die Beitragsgesuche anhand von Förderkriterien.

Unterstützung durch den Kanton

  • Das Angebot gilt für Schulen der Primar- und Sekundarstufe.
  • Unterstützt werden Projekte in Einzel- und Gruppenarbeiten, die im Rahmen des Projektunterrichts oder während Projekt- und Spezialwochen im Zeitraum 2025 bis 2027 umgesetzt werden.
  • Berücksichtigt werden pro Jahr jeweils bis zu 10 Projektvorhaben im Umfang von bis zu jährlich Fr. 3'000.-.
  • Vorhaben können während bis zu drei Projektjahren mit einem Kostenumfang von maximal Fr. 9'000.- pro Projekt gefördert werden.
  • Das Angebot gilt bis Ende 2027.

Hinweis:Projekte bis 2027 verlängert

Anmeldungen sind per sofort per Mail an volksschule@ag.ch möglich.

Hervorgehoben:Kontakt

Departement Bildung, Kultur und Sport, Abteilung Volksschule
Thomas Küng, Tel.: 062 835 21 00, thomas.kueng@ag.ch

Digitales Lernspiel "Murilo": Spielerischer Zugang zur Bildung für nachhaltige Entwicklung

© Pusch

Wie wirken sich alltägliche Entscheidungen auf unsere Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft aus? Murilo ermöglicht Schülerinnen und Schülern komplexe Zusammenhänge spielerisch zu erkunden und zu reflektieren. Es bietet Lehrpersonen einen praxisorientierten Zugang zur fächerübergreifenden Leitidee "Nachhaltige Entwicklung" des Lehrplans.

Spielinhalt

Das digitale Lernspiel führt Schülerinnen und Schüler spielerisch an Alltagsfragen rund um den Ressourcenverbrauch durch Konsum, Mobilität, Ernährung oder Wohnen heran. Die im Spiel getroffenen Entscheidungen wirken sich - wie im realen Leben - auf die Ressourcen "Klima", "Wasserqualität", "Biodiversität", "Landnutzung" und die "Zufriedenheit der Menschen" aus.

Ziel ist es, alle Kategorien möglichst lange verantwortungsvoll im Gleichgewicht zu halten. Entscheidungen werden unmittelbar in der Spielwelt sichtbar – etwa durch schmelzende Gletscher, steigenden Meeresspiegel oder schrumpfende Waldflächen. Wird ein Wert zu stark belastet, endet die Spielrunde.

Zum Spiel: murilo.chDas Linkziel ist nicht barrierefrei. Bitte wenden Sie sich bei Fragen an unsere allgemeine Auskunft: Telefon 062 835 35 35, Montag bis Freitag, 07:30 - 17:00 Uhr.

"Gamification" als hilfreicher Zugang

Das digitale Lernspiel unterstützt Klassen dabei, sich unvoreingenommenen mit den vielschichtigen Zusammenhängen der Thematik der Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Beim Spielen erkennen Jugendliche die Zusammenhänge zwischen ihrem eigenen Handeln und globalen Auswirkungen. Murilo eröffnet damit einen niederschwelligen Zugang zu einer zukunftsrelevanten, fächerübergreifenden Leitidee.

Der Name Murilo stammt von einem kleinen Atoll im Pazifik, das aufgrund seiner Topografie vom Untergang bedroht und damit besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen ist. Er steht symbolisch für die globalen Auswirkungen lokaler Entscheidungen.

Attraktives Unterrichts-Tool für Lehrpersonen

Murilo ist bewusst als Unterrichtswerkzeug konzipiert und animiert zum Erkunden. Im separaten Admin-Bereich begleiten die Lehrpersonen das Online-Spiel ihrer Klasse. Dort können Klassenabstimmungen initiiert werden, die den Spielverlauf beeinflussen. Diese fordern die Schülerinnen und Schüler zum gemeinsamen Verhandeln und Entscheiden heraus. So wird Murilo zu einem Lernanlass, der Diskussion, Reflexion und Partizipation fördert. Ein didaktisches Begleitdossier unterstützt die Vor- und Nachbereitung des Spiels und bietet Pro- und Contra-Argumente zu zentralen Fragestellungen.

Zum Admin-Bereich von murilo.chDas Linkziel ist nicht barrierefrei. Bitte wenden Sie sich bei Fragen an unsere allgemeine Auskunft: Telefon 062 835 35 35, Montag bis Freitag, 07:30 - 17:00 Uhr.

Unterstützung durch den Kanton

Der Kanton Aargau hat die Konzeption und Realisierung von Murilo im Rahmen des kantonalen Entwicklungsschwerpunkts "Klimaschutz und Klimaanpassung" unterstützt. Entwickelt wurde das Lernspiel von "Pusch – Praktischer Umweltschutz". Murilo ist für Schulen kostenlos und ab sofort im Unterricht einsetzbar.

Hervorgehoben:Kontakt

Departement Bildung, Kultur und Sport, Abteilung Volksschule
Thomas Küng, Tel.: 062 835 21 00, thomas.kueng@ag.ch

Prämierung 2026

© Cornelius Fischer Fotografie

Die Aargauer Kantonsschulen haben die eingereichten Arbeiten vorausgewählt und für den Klimapreis nominiert. Anschliessend hat eine unabhängige Fachjury die eingereichten Arbeiten geprüft und daraus die drei Preisträgerinnen ausgewählt.

An der Prämierungsfeier vom 29. Mai 2026 wurden die drei diesjährigen Gewinnerinnen für ihre besonders überzeugenden Arbeiten geehrt. Mit ihren Projekten schärfen sie das Bewusstsein für Risiken des Klimawandels, zeigen Chancen für nachhaltige Entwicklungen auf und stossen Veränderungsprozesse sowie Innovationen an.

Gewinnerinnen des Klimapreises 2026

Ausgezeichnet wurden:

  • Elisa Christen von der Kantonsschule Wettingen für ihre Maturarbeit "Umgang mit dem Klimawandel im urbanen Raum: Ein Konzept zur zukunftsgerichteten Anpassung des Theaterplatzes Baden". Elisa Christen entwickelte ein praxisnahes Umgestaltungskonzept für den Theaterplatz Baden, das Klimaresilienz, Aufenthaltsqualität und eine zukunftsfähige Nutzung im urbanen Raum verbindet. Besonders überzeugend ist der Transfer von fundierter Analyse und Recherche in eine konkret ausgearbeitete, umsetzungsorientierte Zielvariante.
  • Melanie Kämpf von der Neuen Kantonsschule Aarau für ihre Maturarbeit " Spuren des Wandels: Eine plastische Darstellung des Klimawandels in Ton". Melanie Kämpf machte die Folgen des Klimawandels auf künstlerischem Weg unmittelbar erfahrbar: In einer Serie von fünf Tonplastiken interpretierte sie Naturphänomene wie Dürren, Waldbrände oder schmelzende Eismassen. Herausragend sind ihr experimenteller Umgang mit dem Material und die sorgfältig dokumentierte Entwicklung von der Recherche über Tests bis zu den ausgereiften Arbeiten.
  • Anja Zurkirchen von der Alten Kantonsschule Aarau für ihre Maturarbeit "Biodiversität von Offenhaltungsflächen im Bergwald". Anja Zurkirchen zeigt mit einem eigenständig geplanten und durchgeführten Vegetationsmonitoring, wie Offenhaltungs- und Bewirtschaftungsmassnahmen im Bergwald die Biodiversität gezielt fördern können. Ihre Arbeit überzeugt durch wissenschaftliche Sorgfalt, hohe Datenbasis und einen klaren Praxisnutzen und sogar durch eine Erstentdeckung einer extrem seltenen Art im untersuchten Gebiet.

Die Laudationes der drei prämierten Arbeiten finden Sie hier: https://www.proargovia.ch/praemierung-maturitaetsarbeiten-2026/Das Linkziel ist nicht barrierefrei. Bitte wenden Sie sich bei Fragen an unsere allgemeine Auskunft: Telefon 062 835 35 35, Montag bis Freitag, 07:30 - 17:00 Uhr..

Die prämierten Arbeiten zeigen eindrücklich, wie fundiert und lösungsorientiert sich junge Menschen mit der Klimakrise auseinandersetzen. Das Departement Bildung, Kultur und Sport und das Departement Bau, Verkehr und Umwelt sowie die Aargauische Kulturstiftung Pro Argovia, die Aargauische Naturforschende Gesellschaft und die Historische Gesellschaft des Kantons Aargau gratulieren den Gewinnerinnen und danken allen Nominierten sowie den betreuenden Lehrpersonen für ihre wichtigen Beiträge.