Bisheriger Lehrplan

Der Lehrplan wurde im Jahr 2000 durch den Regierungsrat in Kraft gesetzt. Er wird ab Schuljahr 2020/21 durch den Aargauer Lehrplan Volksschule abgelöst.

Im Lehrplan der Volksschule wird der gesellschaftliche Auftrag der Schule formuliert. Damit bildet der Lehrplan für Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Schulbehörden eine wichtige Verständigungsbasis für die Gestaltung von Schulen.

Die Volksschule unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung, indem sich das Lehren und Lernen an den folgenden didaktischen Leitsätzen und Leitideen der Volksschule orientieren.

Bisheriger Lehrplan

Im Folgenden ist der aktuelle Lehrplan einsehbar.

Die Fachlehrpläne finden sich auf den Seiten der einzelnen Fächer oder Fachbereichen.

Neuer Lehrplan

Der bisherige Lehrplan wird ab Schuljahr 2020/21 durch den Aargauer Lehrplan Volksschule abgelöst.

Zum neuen Lehrplan

Rahmenbedingungen / Lernorganisation

Im Folgenden sind die Rahmenbedingungen für den Unterricht an der Volksschule aufgeführt.

Rahmenbedingungen / Lernorganisation

Weitere Informationen und Hinweise zu Rahmenbedingungen, zur Lernorganisation und zum Unterricht sind zu folgenden Themen zu finden:

Halbklassenunterricht

Werken ab der 6. Klasse der Primarschule, Textiles Werken ab der 3. Klasse der Primarschule, Hauswirtschaft, Projekte und Recherchen, Musikgrundschule sowie Geometrisch-Technisches Zeichnen werden in den Abteilungen mit mehr als 14 Schülerinnen und Schülern in Halbklassen unterrichtet (§ 5 Verordnung über die Ressourcierung der Volksschule).

Fremsprachen

  • 6. Klasse: Im Rahmen der nicht-fachgebundenen Lektionen kann in der 6. Klasse eine Lektion als Halbklassenunterricht geführt werden.
  • Sekundarschule/Bezirksschule: Bei Abteilungen der 1. Klassen der Sekundar- und Bezirksschule mit mehr als 14 Schülerinnen und Schülern ist im Fach Französisch oder im Fach Englisch eine Lektion im Halbklassenunterricht zu führen.

Ausserschulische Lernorte

Das Portal «Lernen im Bildungsraum Nordwestschweiz» bietet eine Datenbank an ausserschulischen Lernorten im Bildungsraum Nordwestschweiz. Die Lernorte können über einen Lehrplan- und Stufenbezug ausgewählt werden.

Zum Portal "Lernen im Bildungsraum Nordwestschweiz"

Unterrichtssprache

Im Unterricht in der Primarschule und Oberstufe ist grundsätzlich die Standardsprache zu verwenden. Die Lehrpersonen können Mundart im Unterricht gezielt einsetzen. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Möglichkeit erhalten, Mundart in vereinzelten Sequenzen bewusst anzuwenden beispielsweise in Situationen mit klarem Bezug zu mundartlichen Vorgaben oder Situationen (Verse, Lieder, Texte oder Zitate in Mundart, Rollenspiele zur Auseinandersetzung mit ausserschulischen, in Mundart zu bewältigenden Alltagssituationen). Von der Regelung bezüglich der Unterrichtssprache (Mundart und Standardsprache) ausgenommen ist der Fremdsprachenunterricht, in welchem wo immer möglich und methodisch sinnvoll, die Zielsprache zu verwenden ist.

Sprachbewusster Fachunterricht

Sprache ist in allen Fächern das Medium der Wissensaneignung. Damit sprachliche Schwierigkeiten das fachliche Lernen nicht behindern, ist es wichtig, auch im fachspezifischen Unterricht sprachliche Hürden für Schülerinnen und Schüler abzubauen. Hierzu hat das Zentrum Lesen der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz im Auftrag des Kantons Aargau sowie des Bildungsraums Nordwestschweiz einen Bericht zu Textschwierigkeiten in Lehrmitteln für den naturwissenschaftlichen Unterricht in der Sekundarstufe I sowie Empfehlungen für eine sprachbewusste Gestaltung von Lehrmitteln erarbeitet. Zudem bietet die Broschüre "Sprachbewusst unterrichten" Lehrpersonen eine erste Orientierung sowie Unterrichtshilfen für einen sprachbewussten Fachunterricht.

Hausaufgaben

Wenn Hausaufgaben erteilt werden, dürfen sie keine tragende Funktion für den Unterricht haben, das heisst, der Unterricht darf nicht auf den Hausaufgaben aufbauen. Sie sind massvoll zu erteilen und der Schüler bzw. die Schülerin soll sie in der Regel selbstständig lösen können. Mit Hausaufgaben kann das im Unterricht Gelernte vertieft werden. Hausaufgaben bieten auch die Möglichkeit, Arbeits- und Lerntechniken einzuüben. Zudem haben Hausaufgaben eine Brückenfunktion zum Elternhaus.

Informationen für Schulen zu Hausaufgaben (PDF, 2 Seiten, 29 KB)

Kindergarten

Der Kindergarten dauert zwei Jahre und ist für alle Kinder obligatorisch. Die Kinder treten mit unterschiedlichen individuellen Erfahrungen in den Kindergarten ein. Der Kindergarten bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen zu erweitern und zu vertiefen sowie ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterzuentwickeln und zu ergänzen.

Lehrplan Kindergarten (Stand 1. August 2016) (PDF, 56 Seiten, 895 KB)

Im Folgenden sind weitere Informationen und Hinweise zur Umsetzung des Lehrplans und zum Unterricht im Kindergarten zu finden:

Sprachverwendung im Kindergarten

Die Unterrichtssprache im Kindergarten ist grundsätzlich Mundart (§12a im Schulgesetz). Der Regierungsrat regelt im Lehrplan, in welchen Lernsituationen im Kindergarten ausnahmsweise die Standardsprache verwendet werden kann. Mit Unterrichtssprache ist jene Sprache gemeint, in welcher die Lehrperson mit den Schülerinnen und Schülern des Kindergartens im Unterricht spricht. Die Kinder sind frei in der Verwendung der Sprachform Mundart oder Standardsprache (Hochdeutsch). Einzelne Unterrichtssequenzen in Hochdeutsch sind möglich; sie sollen aber beschränkt sein auf Situationen mit klarem Bezug zur hochdeutschen Sprache (zum Beispiel Reime, Verse, Geschichten, Lieder, Rollenspiele). Der Förderunterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) kann in Standardsprache unterrichtet werden, wenn es im Hinblick auf den Übertritt in die Primarschule angezeigt ist (Einzelheiten siehe Lehrplan Kindergarten oben).

Orientierungspunkte für Sprache und Mathematik

Ausgehend vom bestehenden Kindergartenlehrplan hat die Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz für die Themen Sprache und Mathematik zentrale Kompetenzbereiche formuliert. Jeder Kompetenzbereich wird durch Orientierungspunkte präzisiert. Diese Orientierungspunkte sollen es Kindergartenlehrpersonen erleichtern, spezifische Beobachtungssituationen zu schaffen und die Kinder im Umgang mit Sprache und Mathematik zu fördern. Dazu erarbeitete Beispiele aus der Praxis zeigen, wie sprachliche und mathematische Grunderfahrungen altersgerecht und spielerisch vermittelt werden können. Die themenorientierten Spiel- und Lernumgebungen bilden die Arbeitsweise des Kindergartens ab.

Die Orientierungspunkte sollen dazu beitragen, dass der Übergang vom Kindergarten in die Primarschule entwicklungsorientiert und fliessend erfolgen kann.

Orientierungspunkte (PDF, 53 Seiten, 3.4 MB)

Natur- und Bewegungskindergarten

Das geltende Recht sieht keine Wald- oder Natur- und Bewegungskindergärten vor, in welcher der Unterricht ausschliesslich im Freien stattfinden. Reine Wald- oder Natur- und Bewegungskindergärten genügen dem kantonalen Recht nicht. Der Erlebnisraum Wald bietet zwar durchaus viele wichtige Erfahrungsmöglichkeiten für das Kind. Solche Erfahrungen können jedoch auch an Waldtagen oder in Form von Projektwochen im Regelkindergarten gemacht werden.

Damit alle Lernziele gemäss Lehrplan erreicht werden können, ist vorzusehen, dass mindestens die Hälfte der Unterrichtszeit in Räumlichkeiten stattfindet, die für den Kindergartenunterricht geeignet sind. Abweichungen erfordern das Einverständnis von allen betroffenen Eltern.

Primarschule

Die Primarschule macht die Kinder mit den Anforderungen der Schule und der Gesellschaft vertraut. Sie vermittelt grundlegende Kulturtechniken und gültige Ausdrucksformen für selbständiges Denken und Handeln. Weitere Ziele der Primarschule sind im Dokument "Leitideen Primarschule" formuliert.

Leitideen Primarschule (PDF, 1 Seite, 17 KB)

Weitere Hinweise zum Lehrplan der Primarschule:

  • Die Fachlehrpläne finden sich auf den Seiten der einzelnen Fächer oder Fachbereiche.
  • Für die 6. Klasse, die seit dem Schuljahr 2014/15 in der Primarschule unterrichtet wird, gilt bis zur Einführung des neuen Aargauer Lehrplans ein Übergangslehrplan, der auf den Lernzielen des vorhergehenden 6. Schuljahrs aufbaut. Für den Fachbereich Realien wird empfohlen, die Stoffverteilung am Übergang zwischen Primarschule und Oberstufe gemäss dem nachfolgenden Stoffplan vorzunehmen.
  • Der Unterricht in der Kleinklasse Primarschule orientiert sich an den Lehrplaninhalten der Primarschule.
  • Für die Einschulungsklassen sind die Lehrplaninhalte der 1. Klasse Primarschule verbindlich.

Oberstufe

Der Unterricht in der Oberstufe baut auf der Primarschule auf. In der Oberstufe erwerben die Schülerinnen und Schüler eine vertiefte Allgemeinbildung, die es ihnen ermöglicht, sich in allen wesentlichen Bereichen der Gesellschaft zurechtzufinden, wichtige Entwicklungen des Zeitgeschehens zu verstehen und aktiv am öffentlichen Leben teilzunehmen.

Leitideen Oberstufe (PDF, 2 Seiten, 19 KB)

Weitere Hinweise zum Lehrplan der Oberstufe:

  • Die Fachlehrpläne finden sich auf den Seiten der einzelnen Fächer oder Fachbereiche.
  • Der Unterricht in der Kleinklasse Oberstufe orientiert sich an den Lehrplaninhalten der Realschule.

Rechtliche Grundlagen

Dieser Inhalt richtet sich an

Oberstufenlehrperson, Primarlehrperson,