Ukraine-Krise

Mädchen von hinten vor der ukrainischen Flagge
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Schulen finden hier Informationen zu Fragen, die sich für sie im Zusammenhang mit aus dem Ukraine-Krieg geflüchteten Kindern und Jugendlichen ergeben.

Um möglichst allen Kindern und Jugendlichen einen Schulbesuch zu ermöglichen, werden die bestehenden Strukturen ausgebaut und der aktuellen Situation angepasst. Betroffene Schulen werden mit zusätzlichen Ressourcen ausgestattet.

Schulpflicht und Recht auf Schule

Grundsätzlich haben alle Kinder und Jugendlichen, die sich im Kanton Aargau aufhalten, unabhängig vom Aufenthaltsstatus das Recht und die Pflicht, die obligatorische Schule zu besuchen (§§ 3 und 4 des Schulgesetzes). Dies gilt auch für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus dem ukrainischen Kriegsgebiet.

Gestaltungsraum an der Schule vor Ort

Das Departement BKS ist sich bewusst, dass nicht alle neu aufgenommenen Kinder per sofort in die bestehenden Schulstrukturen vor Ort integriert werden können. Massgebend sind die Möglichkeiten und personellen Ressourcen, die vor Ort zur Verfügung stehen. Den Gemeinden und Schulen soll genügend Zeit eingeräumt werden, um die nötigen Abklärungen und eine sorgfältige Planung unter Einbezug der involvierten Akteure zu tätigen.

Die ausserordentliche Situation erfordert es, dass die Schulen ihren Gestaltungsraum eigenverantwortlich nutzen. Dies gilt insbesondere für die Bereitstellung der geforderten Infrastruktur und die Personalplanungen sowie auch für die Gestaltung des Unterrichts.

Übertritt Volksschule in Angebote der Sek II

Vorgehen für Regelschulen

Bei allen ukrainischen Schülerinnen und Schülern, die die Volksschulzeit abgeschlossen haben, gilt für Regelschulen folgendes Vorgehen:

Falls die Schülerin/der Schüler die Fortsetzung des Bildungswegs wünscht:

1. Informieren

Die Lernenden und ihre Erziehungsberechtigten werden durch die zuständige Lehrperson oder Schulleitung über den Volksschulabschluss informiert.

2. Anmelden

Die betreuende Lehrperson meldet die Jugendliche/den Jugendlichen beim CMI Angebot an: fbintegration@ag.ch

Das Case Management Integration (CMI) plant und initiiert die Integrationsprozesse der Flüchtlinge und vorläufig aufgenommenen Personen im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Amt für Migration und Integration gemäss dem kantonalen Konzept zur Umsetzung der Integrationsagenda Schweiz. Das CMI führt eine Einstufung und Beurteilung der Deutschkenntnisse durch, welche für die Triage in das nachfolgende passende Angebot der kantonalen Schule für Berufsbildung (ksb) notwendig sind. Je nach individuellem Sprachstand und Vorbildung kann die ksb die Jugendlichen auch in anspruchsvollere Angebote als die Integrationskurse oder das Brückenangebot Integration (bspw. schulisches Brückenangebot an der ksb) einteilen oder sie für eine Mittelschule empfehlen.

Informationen zum Schul- und Bildungsangebot auf ag.ch

Die Anmeldung erfolgt unter der Betreffzeile: "Volksschulabgänger/-in (S) – Einstufung für ksb-Triage".

Im E-Mail an fbintegration@ag.ch müssen folgende Angaben angegeben werden:

  • Zemisnummer (000.000.000) (ist im Ausweis ersichtlich)
  • NAME, Vorname
  • Geburtsdatum
  • Anzahl Schuljahre in Herkunftsland
  • Besuchte Schule und Schulbesuchsdauer in Schweiz

Falls die Schülerin/der Schüler KEINE Fortsetzung des Bildungswegs wünscht:

1. Informieren

Die Lernenden und ihre Erziehungsberechtigten werden durch die zuständige Lehrperson oder Schulleitung über den Volksschulabschluss informiert.

2. Melden

Es erfolgt dennoch eine Meldung ans CMI (fbintegration@ag.ch) durch die betreuende Lehrperson. Diese Meldung dient der systematischen Erfassung.

Die Anmeldung erfolgt unter Betreffzeile: "Volksschulabgänger/-in (S) – keine Fortsetzung des Bildungswegs erwünscht". Im E-Mail an fbintegration@ag.ch müssen folgende Angaben zwingend angegeben werden:

  • Zemisnummer (000.000.000) (ist im Ausweis ersichtlich)
  • NAME, Vorname

Nützliche Dokumente und Links

Asyl und Schule

Ukrainisches Schulsystem und Unterrichtsmaterialien

Unterrichtsmaterialien zur Ukraine-Krise

Kontakte zu Übersetzerinnen/Übersetzern, Dolmetscherinnen/Dolmetschern

Das Instrument "ESKE - Ermittlung der schulsprachlichen Kompetenzen in der Erstsprache" der PH FHNW steht neu auch auf Ukrainisch zur Verfügung:

www.erstsprachkompetenz.ch

Das Institut Weiterbildung und Beratung der PH FHNW bietet in den Themenbereichen rund um Flucht, Migration, Traumatisierungen und psychisches Wohlbefinden von Kindern Unterstützungsangebote für Schulen, Schulleitungen und Lehrpersonen an. Ebenso stehen Angebote für ukrainische Lehrpersonen, die Aufgaben an der Aargauer Volksschule übernehmen möchten, zur Verfügung. Zudem findet sich auf der Seite ein Link auf die kostenlose Sprachlern-App "aCHo", die sich insbesondere für Asylsuchende aus der Ukraine und anderen Ländern eignet.

Weiterbildungs- und Beratungsangebote der PH FHNW, Link auf Sprachlern-App "aCHo" sowie zu weiteren InstitutionenDas Linkziel ist nicht barrierefrei. Bitte wenden Sie sich bei Fragen an unsere allgemeine Auskunft: Telefon 062 835 35 35, Montag bis Freitag, 07:30 - 17:00 Uhr.

Weiterführende Themen

  1. Beschulungsformen und Ressourcen

    Aus dem ukrainischen Kriegsgebiet geflüchtete Kinder, die sich im Aargau aufhalten, werden in die obligatorische Volksschule eingeschult. Die Beschulung erfolgt direkt in bestehenden Abteilungen oder zeitlich befristet in separaten Lernangeboten.

  2. Einsatz von schulischem Personal

    Für die separaten Lernangebote an der Volksschule braucht es zusätzliche Lehrpersonen, zudem können Assistenzpersonen eingesetzt werden. Auch werden Übersetzer/-innen mit Ukrainisch- oder Russisch-Kenntnissen gesucht.

Rechtliche Grundlagen

Informationen zu diesem Inhalt

Schulleitung, Schuladministration,